Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 2.1886

Seite: p
DOI Heft: 10.11588/diglit.24110.6
DOI Seite: 10.11588/diglit.24110#0024
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/architektonische_rundschau1886/0024
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
0.5
1 cm
facsimile
Architektonifche Rundfchau

SKIZZENBLÄTTER

AUS ALLEN GEBIETEN DER BAUKUNST

HERAUSGEGEBEN

VON

Ludwig Eisenlohr und Carl Weigle

ARCHITEKTEN IN STUTTGART.

-*~i- 2. Jahrgang 1886. •!>-*-

2. Heft.

Monatlich eine Lieferung zum Preise von Marli 1. 50.

*¥* ^ y i^i »y« ^ ■|!.|'i i|i i|i !|i !|i !|i i|i

I N HALT.

Tafel 9/10. Konkurrenz-Projekt zur St. Benno-Kirche für
München von Architekt Becker in Mainz.

Die im Frühjahr 1885 zum Austrag gebrachte Konkurrenz
zum Zweck der Erlangung von Plänen für drei katholische
Pfarrkirchen Münchens war eine Vorkonkurrenz, und es sind
die Sieger zu einem engern Wettkampfe berufen worden. Die
Ausstellung jener Entwürfe hat ein so wertvolles Material zu
Tage gefördert, dass wir uns nicht versagen konnten, schon
damals eine Auswahl der interessantesten Projekte für die
«Architektonische Rundschau» zu treffen. Wir gingen dabei
von dem Gedanken aus, dass zwar die engere Konkurrenz den

Kirchen; aufgenommen von Regierungs-Baumeister U. Wen dt
in Eisenach.

Tafel 15. Landhaus bei Neuchätel; erbaut von Architekt
Alfred Rychner.

Tafel 16. Haus Thiele in der Leipzigerstrasse in Berlin;
erbaut von Kayser und v. Grossheim, Architekten daselbst.

Das Kellergeschoss, welches durch Cementdichtung gegen
Eindringen des Grundwassers geschützt ist, Erdgeschoss und
I. Stockwerk der ganzen Bauanlage sind als Geschäftslokale

Hochparterre und I und II. Stock.

Wohnhaus in Frankfurt a. M.; erbaut von Neher und v. Kauffmann,
Architekten daselbst.

speziellen Wünschen einer Baukommission mehr Rechnung tragen
und für die Bauausführung geeignetere Pläne schaffen wird; ob
jedoch die Entwürfe durch die Umarbeitung an Originalität
gewinnen werden, erschien, nach dem Verlauf vieler anderer
Konkurrenzen zu schliessen, nicht ganz zweifellos.

In diesem und den folgenden Heften werden wir dem-
gemäss unsern Abonnenten sechs Entwürfe jener Vorkonkurrenz
vor Augen führen.

Tafel 11. Thorwächterhäuschen im Bois de Boulogne in
Paris; aufgenommen von W. Vittali, Architekt in Karlsruhe.

Tafel 12. Seitenfassade der Kriegs-Akademie in Berlin;
entworfen von Architekt Fr. Schwechten daselbst.

(Siehe auch Tafel 6.)

Tafel 13. Wohnhaus in Frankfurt a. M.; erbaut von
Neher und v. Kauffmann, Architekten daselbst.

Tafel 14. Abschlüsse von Erbbegräbnissen in Lübecker

teils zur Benutzung des Besitzers selbst, teils zum Vermieten
bestimmt. In den hintern Kellerräumen ist die Bisquit- und
Cakesfabrik des Besitzers angelegt, welche zugleich den hintern
Teil des mit Glas überdeckten Hofes einnimmt. Die drei obern
Stockwerke dienen als Wohnräume.

Der ca. 14,50 m lange, 22 m hohe Aufbau der Fassade,
welcher im Erdgeschoss und I. Stockwerk durch vier mächtige,
beide Stockwerke verbindende Pfeiler gegliedert wird, ist teils
in Ziegel Verblendung, teils in hydraulischem Kalkputz herge-
stellt. In der Mitte der Fassade oberhalb des Portals erhebt
sich ein schlanker, zierlicher Erker, welcher in Cottaer Sand-
stein hergestellt, durch einen ca. 13 m hohen, weit sichtbaren
Turm bekrönt wird. Die Sockel der vier erwähnten Front-
pfeiler sind aus grünem und grauem schwedischen Granit ge-
arbeitet.

Das Portal und die Durchfahrt, die das Vorderhaus in zwei
gleiche Hälften teilen, enthalten in dem vordem Teil, welcher
nur durch ein schmiedeeisernes Gitter des Nachts von der Strasse
abgeschlossen wird, die Eingänge zu den beiden rechts und
loading ...