Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 2.1886

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der in den verschiedenen Fabriken vorhandenen Modelle
ausgeführt. Auf eine bogenförmige Thoröffnung, welche der

Cementputz hergestellt; in der Rundbogenfüllung des Giebels
ist eine figurale Dekoration in Sgraffitomalerei angebracht. Die
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Thurmgemach

I. Stock.

Villa y. Gutmann in Baden bei Wien; erbaut von A. v. Wielemans, k. k. Baurath in Wien.

Natur des Materials mehr entsprochen hätte, musste der Architekt I Ausstattung des Inneren ist eine einfache, aber gediegene und
zu Gunsten der rechteckigen Ueberdeckung, die eine grössere | die Baukosten belaufen sich auf rund 16,000 Mark.
Lichtzufuhr versprach, verzichten.

Tafel 37 *). Das neue König-
liche Konservatorium der Musik
in Leipzig; erbaut von Baurath
Hugo Licht daselbst.

Tafel 38*). Evangel. Kirche
und Pfarrhaus in Meran (Tirol);
erbaut von Joh. Vollmer,

Architekt in Berlin,

Tafel 39. Landhaus in Ma-
rienthal bei Hamburg; erbaut von
den Architekten Puttfarcken
& Jan da in Hamburg.

Mit dem Bau dieses, für
eine Familie bestimmten Land-
hauses wurde im Sommer 1885
begonnen; dasselbe soll bis

zum Frühjahr 1886 fertig gestellt sein. Für den Entwurf war
bei der freien und schönen Lage des Grundstückes in unmittel-

Evangelische Kirche in Meran (Tirol);
erbaut von Joh. Vollmer, Architekt in Berlin

Tafel 40. Grabmal der Fa-
milie Faisst in Heilbronn a. N.;
entworfen von den Architekten
Eisenlohr & Weigle in Stutt-
gart.

Aus Anlass derUebersiedelung
vom geschlossenen Friedhofe auf
den neuen Begräbnissplatz sollte
mit Verwendung eines vorhan-
denen Syenitobelisken, der ein
Porträt-Medaillon in Bronze trägt,
eine monumental umschrankte
Familien-Grabstätte geschaffen
werden. Die eigentlichen Grä-
ber sollten, durch Aufbauten
nicht beschwert, reichen Pflanzen-
und Blumenschmuck erhalten.
Zum Sockel wurde Granit, zu den Inschrifttafeln Syenit,
zu den übrigen Architekturtheilen ein feinkörniger Heilbronner

Das neue Königliche Konservatorium der Musik in Leipzig; erbaut von Baurath Hugo Licht daselbst.

Grundriss des Erdgeschosses.

barer Nähe des Gehölzes eine malerische Gruppirung mass-
gebend. Die Flächen der Fagaden sind aus rothbraunen Ver-
blendziegeln, der Erker und einige wenige Architekturtheile in

*) Beschreibung der Tafeln 37 und 38 folgt wegen Raummangels im nächsten Hefte.

Sandstein verwendet. Das Frontgeländer ist aus ächter Bronze
hergestellt worden.

Die Lage der Grabstätte auf ansteigendem Terrain hat die
abgetreppte Gestaltung der Seitenschranken veranlasst.

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