Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 5.1889

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Architektonifche Rundfchau

SKIZZENBLÄTTER

AUS ALLEN GEBIETEN DER BAUKUNST

HERAUSGEGEBEN

VON

Ludwig Eisenlohr und Carl Weigle

ARCHITEKTEN IN STUTTGART.

-*~i- 5. Jahrgang 1889.

1. Heft.

Monatlich eine Lieferung zum Preise von Mark 1. HO.

I N HALT.

i u. 2. Das Franz Deak-Mausoleum in Budapest;
CF aut von Architekt Koloman Gerster daselbst. — Per-
spektivische Ansicht und Schnitt.

he't ^er ^ntwur^ d*eses stimmungsvollen und in seiner Einfach-
grossartig wirkenden Monuments ist das Ergebnis einer
gemeinen Konkurrenz, aus welcher der Erbauer, ein Schüler

Tafel 3. Landhaus in Stuttgart; erbaut von Eisenlohr
& Weigle, Architekten daselbst.

Das elf Zimmer und ein Badezimmer enthaltende Gebäude
ist aus gelben Verblendbacksteioen mit Architekturteilen von
weissem Sandstein hergestellt. Der Kubikmeter des ganzen
umbauten Raumes kostete M. 16,52.

Hansens, als Sieger hervorging. Das Mausoleum erhebt sich
auf einer 2 m hohen, 24 m im Geviert messenden Terrasse,
welche auf allen Seiten durch zehn Treppenstufen zugänglich
ist. Der über der Terrasse in quadratischer Form angelegte,
sich leicht verjüngende Aufbau ist in seinen Flächen durch
dem Haupteingang ähnliche, jonische Vorbauten geziert. Die
über dem Hauptgesimse sich erhebende Kuppel, deren Tambour
dem Innenraum Licht zuführt, ist durch einen von Bildhauer
Georg Kiss modellierten und in Bronzeguss ausgeführten Genius
bekrönt. In der Mitte des Innenraumes hat der von Bildhauer
Alois Strobl in Marmor ausgeführte Sarkophag mit dem Bilde
des Verstorbenen Aufstellung gefunden. Die zur Verfügung
stehende Bausumme betrug 125000 fl. ö. W.

Grundriss zum Landhaus in Stuttgart;
erbaut von Eisenlohr & Weigle, Architekten daselbst.

Tafel 4. Wilhelm-Augusta-Blindenanstalt der Provinz West-
preussen in Königsthal bei Danzig; erbaut von Schmieden,
v. Weltzien & Speer, Architekten in Berlin.

Das Gebäude gewährt 70 Blinden Unterkunft.

Das Untergeschoss enthält eine Badeanstalt, die Wirtschafts-
räume und Werkstätten; im Erdgeschoss sind ausser den Wohn-,
Schlaf- und Waschräumen für die männlichen Blinden der grosse
Speisesaal und das Geschäftszimmer des Direktors im Anschluss
an die Bibliothek und das Lehrerzimmer angeordnet; im Ober-
geschoss befinden sich, ausser den Räumen für die weiblichen
Blinden, der Bet- und Festsaal, sowie fünf Unterrichtszimmer.
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