Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 6.1890

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gehörige Herrenhaus auf Murkwitz bei Lissa ist in roten Voll-
steinen verblendet und mit grünglasierten Architekturteilen und
einzelnen geputzten Flächen versehen, die teilweise in den Putz
geschnittenes und bunt gefärbtes Ornament erhalten haben.
Die Eindeckung der Dächer erfolgte in dunkelglasierten Dach-
steinen von Ludovici in Ludwigshafen.

Sämtliche von dem Besitzer zu benutzenden Wohn- und
Wirtschaftsräume befinden sich im Erdgeschoss, während das
Obergeschoss Fremdenzimmer, das Untergeschoss — ausser dem

Sämtliche Architekturteile dieser Villa bestehen aus rotem
Mainsandstein, die Mauerflächen sind in lederfarbenen Holtz-
manuschen Verblendern ausgeführt; das Dach mit Schiefer in
zwei Farben gedeckt. Die Gartenfassade ist in sichtbarem Holz-
werk, das Dach mit weitausladendem, mehrfarbig bemaltem
Sparrengesimse ausgeführt worden. Bauaufwand 130000 Mark.

Tafel 40. Mausoleum der Familie Lenck in Ödenburg;
erbaut von Architekt Otto Hofer in Wien.

Erklärung:

1 Vestibül.

2 Bibliothek- und
Arbeitszimmer.

3 Grosser Salon.

4 Kleiner Salon.

5 Billardzimmer.

(5 Esszimmer.

7 Küche.

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I. Stock.

Erdgeschoss.

Massstab Y200.

Grundrisse der Villa in Auteuil bei Paris; erbaut von Architekt Paul Sedille daselbst.

Erklärung:

8 Anrichte.

9 Klosett.

10 Flur.

11 Wohnzimmer.

12 Schlafzimmer.

13 Kabinett.

14 Bad.

15 Klosett.

Billardzimmer, den Mägderäumen und dem Kesselraum der
Centralheizung — Wirtschaftskeller enthält.

Die Baukosten des in den Jahren 1887—1888 ausgeführten
Herrenhauses betrugen 115 000 Mark.

Tafel 38. 1. Schloss Heeswijck; 2. Amsterdamer Thor

in Haarlem; aufgenommen vom f Professor F. Ewerbeck.

Tafel 39. Villa G. Federhaff jr. in Mannheim; erbaut
von Architekt Franz Habich daselbst.

Der im Sommer 1888 ausgeführte Bau ist auf einem für
sich abgegrenzten und mit schmiedeeisernem Gitter umgebenen
Teil des neuen protestantischen Friedhofs in Ödenburg errichtet.
Der Oberbau besteht aus Kroisbacher Sandstein. Die Kuppel
ist mit Schuppen aus Kupferblech gedeckt. Die Kapelle ist
in weisser Stuckdekoration, Votivtafeln und Fussboden sind in
Carraramarmor ausgeführt. Die Kolumbarien der Krypta sind für
80 Särge berechnet, können jedoch zur Aufnahme von 240 Särgen
erweitert werden. Der Bauaufwand betrug 30000 fl. ö. W.

Für die Redaktion verantwortlich Baurat Carl Weigle in Stuttgart.
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