Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 7.1891

Seite: ad
DOI Heft: 10.11588/diglit.24791.34
DOI Artikel: 10.11588/diglit.24791.35
DOI Seite: 10.11588/diglit.24791#0107
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/architektonische_rundschau1891/0107
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
0.5
1 cm
facsimile
Die Medaillons im Hauptgesims und die Wappen der
Fensterbekrönungen sind in farbiger Majolika, die Fassade mit
Ausnahme zweier Marmorsäulen in Werkstein und Backstein
ausgeführt.

Tafel 87. Kriegerdenkmal in Seesen a. H.; entworfen
von Regierungsbaumeister Gustav Bohnsack in Braunschweig.

500 Mark gespendet, ausserdem noch 1000 Mark für angemessene
Gestaltung der Umgebung des Denkmals.

Tafel 88. Maleratelier des Fräulein Konck in Budapest;
erbaut von Architekt Joseph Kauser daselbst.

Um Künstler zur dauernden Niederlassung zu bewegen,
hat die Stadt Budapest im schönsten Stadtteile ein Grundstück

Erklärung:

1 Rumpelkammer.

2 Eingang.

3 Zimmer.

4 Grosses Atelier.

5 Kleines Atelier.

6 Schlafzimmer.

7 Badezimmer.

8 Vorzimmer.

9 Schlafzimmer.

10 Salon.

11 Speisezimmer.

12 Treppe zum Souterrain.

Grundrisse zum Maleratelier des Fräulein Konck in Budapest; erbaut von Architekt Joseph Kauser daselbst.

Das Denkmal, welches insgesamt eine Höhe von 9 m hat,
ist in weissem Langelsheimer Sandstein ausgeführt; die Inschrift-
tafel ist schwedischer Granit, Kranz und Krone, sowie das
eiserne Kreuz aus Bronze. Die Kosten durften in Rücksicht
auf die Stifter des Denkmals (d. i. der Landwehrverein von
Stadt und Amt Seesen) die Summe von 4200 Mark nicht über-
steigen.

Zu diesen Kosten hat der aus Seesen gebürtige Piano-
fortefabrikant William Steinway in New York die Summe von

zur Verfügung gestellt, dessen Parzellen um den zehnten Teil
des Wertes abgelassen wurden.

Die Bebauung hat insofern ihre Schwierigkeit, als der
Strassenzug durch den Stadtplan bestimmt wurde und so un-
günstig als möglich sich darstellt. Aus diesem Grunde wurde
die Eckstellung des Atelierfensters gewählt. Das Gebäude enthält
im Erdgeschoss Empfangszimmer, zwei Schlafzimmer, Speise- und
Badezimmer; im I. Stock ein grösseres und ein kleineres Atelier
und ein Modellzimmer. Die Baukosten betrugen 11400 fl. ö. W.

Grundriss zum Entwurf für ein Theater und eine neue Tonhalle am Utoquai in Zürich
von Chiodera & Tschudy, Architekten daselbst.

Für die Redaktion verantwortlich Baurat Carl Weigle in Stuttgart.
loading ...