Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 13.1897

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Architektonifche Rundfchau

SKIZZENBLÄTTER

AUS ALLEN GEBIETEN DER BAUKUNST

HERAUSGEGEBEN

VON

Ludwig Eisenlohr und Carl ÄAfeigle

ARCHITEKTEN IN STUTTGART.

IS. Jahrgang 1897.

5. Heft.

Monatlich eine Lieferung zum Preise von Mark 1. 80.

I N H ALT.

Tafel 33. Schloss Primkenau; erbaut von Hof baurat
E. Ihne In Berlin.

4. Rückseite.

Tafel 34. Wohnhaus Untere Wöhrdstrasse 22 in Nürn-
berg; erbaut von Architekt David Rohm daselbst.

(Aus „Nürnberger Neubauten“. Verlag von Jos. Albert in
München. Siehe Litteratur.)

Tafel 35. Villa Reimann in
Achern; erbaut von Architekt
W. Manchot in Frankfurt a. M.

Der in den Jahren 1887/88
erstellte Bau ist ganz in echtem
Material ausgeführt. Die Stein-
hauerarbeit des Untergeschosses
ist aus rotem Sandstein, das Cy-
klopenmauerwerk der Füllungen
aus Granit; beide Materialien sind
nahe gelegenen Schwarzwaldbrü-
chen entnommen. Die Steinhauer-
arbeit des Obergeschosses ist aus
weissem Pfalzburger Sandstein, die
Füllungen aus roten Holzmann-
schen Verblendern. Das Dach ist
mit Schiefer eingedeckt.

Die Herstellungskosten be-
liefen sich auf 53000 M.

Tafel 36. Geschäftshaus des
Generalanzeigers in Hamburg; er-
baut von Puttfarcken & Janda,

Architekten daselbst.

Anfang Mai 1896 wurde der
Bau begonnen und soll derart ge-
fördert werden, dass er im Sommer
1897 in allenTeilen fertiggestellt ist.

Das Erdgeschoss enthält nach
vorn die Bureaus zweier Zeitun-
gen, des Generalanzeigers und der
Neuen Hamburger Zeitung, nach
rückwärts den Maschinensaal. Weitere Bureauräume, sowie
Setzerei und Bleischmelze sind auf das erste, zweite und dritte
Obergeschoss verteilt, während das vierte Obergeschoss drei
Wohnungen enthält. Das Papierlager, die Heizung und Wasch-
räume für Arbeiter sind im Kellergeschoss untergebracht.

Die Baukosten des in Elbsandstein erstellten Hauses be-
tragen rund 300000 M.

Tafel 37. Kirche für Hangesund; entworfen von Architekt
Jens Z. M. Kielland in Bergen.

Die Stadt Hangesund liegt an der Südküste Norwegens und
besteht ausnahmslos aus kleinen Holzhäusern. Der Entwurf zur
dortigen Kirche ist aus einem engeren Wettbewerb hervor-
gegangen. In Rücksicht auf die Baustelle wurde vom Kirchen-
vorstand ein Centralbau gewünscht, welcher 1200 Sitzplätze ent-
halten lind für 150000 Kronen herzustellen sein sollte. Diese
geringe Bausumme führte zur Anlage grosser Emporen.

Bei der Aussenarchitektur wurde zum erstenmal der Ver-
such gemacht, die Form der ortsüblichen Holzkirchen in Stein
zu übertragen.

Die Architekturteile sind aus graugrünen Quadern erstellt,
die Mauerflächen mit rauhem Cementputz versehen. Die Dächer
sind mit roten Falzziegeln eingedeckt, das Holzwerk ist braun

lasiert. Den Innenraum bedeckt
ein Rabitzgewölbe.

Ein Kubikmeter der Kirche
kostet 16,25 Kronen.

Tafel 38. Konkurrenzent-
wurf für eine Brücke über den Po in
Turin von der Maschinenfabrik
in Esslingen und Eisenlohr &
Weigle, Architekten in Stuttgart.
I. Preis.

Im Juni 1894 erliess der Mu-
nizipalrat von Turin die Aufforde-
rung zu einem Wettbewerb um
eine Strassenbrücke aus Stahl, die
an Stelle der Hängebrücke den Po
überqueren und eine Breite von
18 m und eine mittlere Öffnung
von mindestens 90 m haben sollte.
Besonderes Gewicht wurde auf
Eleganz und Leichtigkeit der künst-
lerischen Erscheinung gelegt („Un
ponte che presentasse un aspetto

geniale e grandioso colla pro-

porzionalitä delle sue parti, colla
leggerezza del suo complesso, colla
bellezza della sua forma.“); indes
sollten die Kosten 1000000 Lire
nicht übersteigen.

Zur Teilnahme berechtigt

waren nur Italiener und solche aus-
ländische Firmen, welche Zweig-
niederlassungen in Italien besassen.

Das Resultat dieses Wettbewerbs war die Erteilung eines
I. Preises von 3000 Lire an die „Costruzioni meccaniche di
Saronno“ (Maschinenfabrik Esslingen) und eines II. Preises von
2000 Lire an die Ingenieure Lombroso und Ovazza in Turin.

Tafel 3g. Sgraffitofassade; entworfen von Architekt

Jacques Gros in Zürich.

Der Entwurf der von uns abgebildetcn Sgraffitofassade

wurde bei einem von der Centralkommission der Gewerbemuseen
von Zürich und Winterthur ausgeschriebenen Wettbewerb mit
einem Preise ausgezeichnet.

Tafel 40. Wohnhaus Königinstrasse 27 in München; er-
baut von Professor G. Hauberrisser daselbst.

(Aus „Münchener Neubauten“. Verlag von Jos. Albert in
München. Siehe Litteratur.)

Textblatt. Wohnhaus, Rue de la Lota in Paris; erbaut
von Dureau & Oriente, Architekten daselbst.

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Geschäftshaus des Generalanzeigers in Hamburg;
erbaut von Puttfarcken & Janda, Architekten daselbst.

Grundriss des Erdgeschosses.
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