Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 15.1899

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Begräbniskapelle mit Krematorium auf dem Friedhöfe zu Eisenach; erbaut von Baurat Otto March in Charlottenburg.

Schnitt und Grundriss.

Die neue Begräbniskapelle auf dem Friedhofe in Eisenach
ist mit einem Krematorium verbunden. Um den zentral ge-
legenen Kapellenraum sind mehrere Leichenzellen angeordnet,
die sowohl mit einem
Sezierzimmer als mit
der Wohnung des
Totengräbers in Ver-
bindung stehen.

Ueber dem Altar
befindet sich eine
Sängerempore, da die
Begräbnisfeierlichkei-
ten von Chorgesang
begleitet zu werden
pflegen.

Die Ausführung
erfolgt in Rustenfelder
Sandstein.

Tafel 94.

Türme und Giebel;
aufgenommen von Ar-
chitekt W. Land-
grebe in Oberrad.

Grundrisse zum Entwurf zu einem Wohn- und Geschäftshause des
Herrn Tichy sen. in Pilsen von Architekt F. Krasny in Wien.

Tafel 95. Gartenvilla in
München; erbaut von Architekt
Martin Dülfer daselbst.

An drei Seiten von Gar-
tenanlagen umgeben, macht
das kleine Gebäude in seiner
einfachen Grundform einen
äusserst reizvollen Eindruck,
der wesentlich durch die ge-
schickte Verwendung der Bau-
materialien bedingt ist. Ueber
dem aus Stampfbeton herge-
stellten Sockel erheben sich
die in rauhem Putz mit wage-
rechten Furchen gehaltenen
Fassadenwandflächen, nach
oben durch glatte, naturfarben
gelassene Holzverkleidungen
mit vorstehenden Giebeln und
Gesims abgeschlossen. Die
Putzflächen zwischen den
Holzverkleidungen, sowie die Bänder um die Fenster sind in
ganz glattem, hellem Putz erstellt, ebenso die Erkerflächen.
Schwarzgestrichene Gitter mit sparsamer Vergoldung unter-
brechen in wirksam-
ster Art die hellen
Wandflächen, deren
Naturtöne wieder in
guter Harmonie zu
dem verwendeten Zie-
geldach stehen. Erker-
abdeckplatte, Konso-
len und Boden des
Balkons der Seiten-
fassade sind ebenfalls
in Stampfbeton aus-
geführt.

Das Innere des
aus zwei Geschossen
nebst ausgebautem
Dach- und Kellerge-
schoss bestehenden
Gebäudes enthält im
Erdgeschoss die
Wohnräume nebst
einer Anrichte, deren Aufzug zur Heraufschaffung der Speisen
mit der darunter liegenden Küche in Verbindung steht. Im ersten
Stock sind die Schlafräume angeordnet in Verbindung mit Bad
und Garderobe. Der Dachstock enthält zwei Fremdenzimmer
und Dienstbotenräume.

Tafel 96. Entwurf zu einem Wohn- und Geschäftshause
des Herrn Tichy sen. in Pilsen von Architekt F. Krasny in Wien.

Kamineinsatz; ausgeführt von Paul Stotz, kunstgewerbliche
Werkstätte in Stuttgart.

Grundriss der Hochschule in Scranton, P. A.; erbaut von Little & O’Connor,
Architekten in New York.
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