Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 17.1901

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Haus Emanuel Seidl in München; erbaut von Professor Emanuel Seidl daselbst.
Grundriss des Erdgeschosses und des Dachgeschosses.

Tafel 6. Villa Hilger in Duisburg; erbaut von Gebr. Kie-
fer (Architekt Max Baumbach) daselbst.

Das Gebäude ist massiv aus Ziegelsteinen errichtet. Die
Aussenflächen sind verputzt und die Architekturteile in Gement
gezogen. Das Dach ist mit roten Ziegeln gedeckt. Die Deko-
ration der Innenräume wird hohen Ansprüchen gerecht. Das
Haus ist mit Dampfheizung und elektrischer Beleuchtung ver-
sehen. Die Baukosten betrugen 92 000 M.

dem Publikum und in das Quergebäude und die am zweiten
Hof gelegenen Bauteile die Maschinenräume und verschiedenen
Setzereien.

Es war verlangt, sämtliche drei Betriebsteile so anzuordnen,
dass Publikum, Beamte und Arbeiter sich auf den betreffenden
Treppen und in den Zugängen nicht begegnen. Es liegen daher
die Räume der mit dem Publikum verhandelnden Chefs und
Beamten mit den zugehörenden Warte- und Empfangszimmern
im Erdgeschoss zunächst des vornehm ausge-

Verbindung gebracht

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Grundrisse der Villa Hilger in Duisburg; erbaut von Gebr. Kiefer (Architekt Max Baumbach) daselbst.

Tafel 7. Geschäftshaus Ullstein in Berlin; entworfen von
Hart & Lesser, Architekten daselbst.

Dieses Geschäftshaus eines der grössten Zeitungsverlage
Berlins ist für dreierlei Zwecke bestimmt. Es sollen in ihm unter-
gebracht sein: Räume für die Verwaltung, für den Verkehr
mit dem Publikum und für die Druckerei. — Entsprechend dieser
Dreiteilung ist auch der Grundriss dreiteilig gegliedert; es sind
in das Vorderhaus die Verwaltungsbureaux und Redaktionsräume
gelegt, in das Zwischengebäude das Bureau zum Verkehr mit

statteten Vestibüls, zu dem man von der Strasse
durch das Hauptportal gelangt. Auch das Bureau
zum Verkehr mit dem Publikum ist unmittelbar
von diesem Vestibül zu erreichen. Letzterer
Raum musste ausserdem mit dem von der Strasse
aus direkt zugänglichen Administrationsraum oder
Depeschensaal in
werden.

Dem grossen Vestibül schliesst sich das
Haupttreppenhaus an, das nur bis zum ersten
Stock führt und ein Oberlicht in Höhe des zweiten
Stockes hat. Das Treppenhaus für die oberen
Etagen ist in einem anstossenden Raume unter-
gebracht.

Beamte und Arbeiter benutzen den seit-
lichen Nebeneingang und die hinten befindlichen
Treppen.

Das Bureau zum Verkehr mit dem Publikum
reicht durch zwei Stockwerke und hat in der
Höhe des ersten Stockes eine Galerie, zu der
eine interne Wendeltreppe führt, die sowohl den
direkten Verkehr der im ersten Stock des Vorder-
hauses belegenen Verwaltungsbureaux mit dem
Bureau zum Verkehr mit dem Publikum, als auch mit der
Druckerei ermöglicht.

Die Bureauräume der oberen Stockwerke sind durch Kor-
ridore unmittelbar mit der
Druckerei verbunden.

Die Fassade soll in Cudo-
waer Sandstein ausgeführt, das
Dach mit roten Falzziegeln ein-
gedeckt und der Dachreiter aus
Kupferblech hergestellt werden.

Tafel 8. Studie für ein
Palais von Architekt F. von
Krauss in Wien.

Vestibül im Geschäftshaus Ullstein in Berlin;
entworfen von Hart & Lesser, Architekten daselbst.

Grundrisse des Geschäftshauses Ullstein in Berlin;
entworfen von Hart & Lesser, Architekten daselbst.

Für die Redaktion verantwortlich Baurat Carl Weigle in Stuttgart.
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