Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 17.1901

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Die Villa Jovis von Südwesten. (Verkleinert.)

Aus : C. Weichardt, Das Schloss des Tiberius und andere Römerbauten auf Capri.
(Leipzig, K. F. Koehler.)

Siehe Litteratur.

Küche und-Kammer; Abteilung IV: Häuser mit
fünf Zimmern, Küche und mehreren Kammern;

Abteilung V: Häuser mit wohnlicher Diele, fünf
Zimmern, Küche und Kammern; Abteilung VI:

Häuser mit wohnlicher Diele und sechs Zimmern,

Küche und Kammern.

Die Tafeln sind bei allen Abteilungen des
Werkes teils in Farbendruck, teils in Photolitho-
graphie hergestellt und haben in drei renommierten
deutschen Kunstanstalten (Meisenbach Riffarth & Co.
in Leipzig, Wilhelm Hoffmann in Dresden, Georg
Brunner in Nürnberg) die sorgfältigste Ausführung
erhalten.

Wie schon früher erwähnt, verdankt das
Werk seine Entstehung einem Wettbewerbe, an dem
sich 150 deutsche Architekten aus allen Teilen
des Reichs beteiligten. Unter andern haben dabei
mitgewirkt: Aus Berlin : O. Delisle, Ludw. Stadler,

A. Biberfeld, Frz. Thyriot, R. Schlüter, Meier &

Werle; aus Charlottenburg: Carl Stock, H. Kallen-
berg, G. Jaenicke, Fr. & W. Hennings; aus Ham-
burg: Herrn. Maass; aus Hannover: Müller &

Graichen; aus Magdeburg: G.NeffundR. Goedecke;
aus Düsseldorf: H. Goercke; aus Köln a. Rh.:

Franz Brantzky und C. Wille; aus Dresden: Georg
Risse und Ernst Kühn; aus Plauen: Max Zöllner;
aus Nürnberg: E. von Mecenseffy; aus München:

G. Steinlein, R. Senf, W. Bertsch, Hoenig & Soeld-
ner, Helbig & Haiger, Förster & Fuchs; aus
Linz a.D.: Franz Schiefthaler u. s. w.

Die Liste der Teilnehmer bürgt dafür, dass
keine einseitige Stilrichtung und keine Bauweise,
die nur einem bestimmten Landesteile eigentümlich
ist, in dem Werke zur Darstellung gelangt. Es
wird vielmehr jeder Geschmack und jede Eigenart
eines Baulustigen ihre Befriedigung finden.

Dem Architekten und Baumeister ist damit ein bequemes Mittel in
die Hand gegeben, die Wünsche seines Auftraggebers festzustellen, und
der Baulustige wird mit Hilfe dieses Werkes im stände sein, das ihm vor-
schwebende Ideal seines Heims nach Form und Umfang zu bestimmen und
seinen mutmasslichen Bauaufwand ziemlich genau zu berechnen.

Bauernmöbel aus dem Bayerischen Hochland. Aufgenommen und ge-
zeichnet von Franz Zell, Architekt in München. 30 Tafeln mit Text.
Frankfurt am Main. Verlag von Heinrich Keller 1899.

Der Verfasser, der als praktischer Möbelarchitekt mitten in der neueren
Stilbewegung steht und genau weiss, was der Möbelindustrie von Wert ist,
hat auf Reisen im bayerischen Plochland vielfach Gelegenheit gefunden, die
dort noch aus früherer Zeit vorhandenen Bauernmöbel zu studieren und
eine Reihe höchst interessanter Stücke von einfachen volkstümlichen Formen
und Verzierungen in einer für den Fachmann brauchbaren Form aufzu-
nehmen. Diese Möbel enthalten eine Fülle entwickelungsfähiger Ideen und
Motive, die meist ein gesundes Stilgefühl bekunden und für die Wieder-
belebung einer gesunden volkstümlichen Wohnungseinrichtung schätzbares
Material liefern.

Ein Teil der Tafeln ist in künstlerisch vollendetem Aquarelldruck,
ein anderer in Lichtdruck wiedergegeben. Jedem Architekten und Möbel-
zeichner wird das Werk vielfache Anregung geben. Die originelle Art
der Bemalung dagegen macht es nebenbei zu einer Fundgrube von Motiven
für Dekorationsmaler und Kunstgewerbetreibende.

Stühlens Ingenieurkalender für Maschinen- und Hüttentechniker
für 1901. Unter Mitwirkung von R. M. Daelen, Düsseldorf, Baurat
G. F. Heim, Wasseralfingen, Prof. W. Riehn, Hannover, Prof. Dr. R. Rühl-
mann, Döbeln, J. Hermanuz, Oberingenieur, Esslingen, u. a. heraus-
gegeben von Fr. Bode, Civilingenieur, Dresden. 36. Jahrgang. Preis
mit 2 Beilagen M. 3.50 in Lederband und M. 4.50 in Brieftaschenform
mit Ledertasche. Verlag von G. D. Bädeker, Essen.

Neues zum Lobe dieses bewährten Freundes und Ratgebers eines

jeden Ingenieurs und Technikers ist kaum noch auszusprechen. Man muss
sich nur immer wieder über das Geschick freuen, mit dem hier ein so
grosses Material in handlichen Rahmen gepresst ist. Der von Anfang an
dem Kalender zum Leitmotiv gemachte Grundsatz »in knappster Form auf
geringstem Raume die grösste Fülle wertvollen Materials dem Techniker
zu bieten«, tritt auf jedem Blatte auch in dem Kalender für 1901 angenehm
in die Erscheinung. Die Ausstattung ist die gewohnt sorgfältige.

Ferner sind der Redaktion zugegangen:

Das Schulhaus. Zentralorgan für Bau, Einrichtung und Ausstattung der
Schulen etc. In Verbindung mit namhaften Fachleuten herausgegeben
und geleitet von Ludwig Karl Vanselow. Jährlich 12 Hefte. 1899.
Verlag von Baumert & Ronge in Grossenhain i. S.

Der kunstgewerbliche Dilettantismus in England. Insbesondere das
Wirken des Londoner Vereins für häusliche Kunstindustrie, von Fl er-
mann Muthesius, Regierungsbaumeister, zugeteilt der deutschen Bot-
schaft in London. Mit 36 Abbildungen. Berlin 1900. Verlag von
Wilhelm Ernst & Sohn.

Von demselben Verfasser:

Architektonische Zeitbetrachtungen. Ein Umblick an der Jahrhundert-
wende. Festrede, gehalten im Architekten-Verein zu Berlin, zum Schinkel-
feste am 13. März 1900. Berlin 1900. Verlag von Wilhelm Ernst & Sohn.

M. Bischoff. Architektonische Stilproben. Karl W. Fliersemann, Leipzig.

Graphische Tabellen zur Bestimmung der Querschnitte bei Holz- und
Eisenkonstruktionen des Hochbaues. Bearbeitet von Dr. O. Warth,
Oberbaurat, Prof, an der Grossh. Bad. Techn. Hochschule in Karlsruhe.

Grundriss der Villa Jovis.

Aus: C. Weichardt, Das Schloss des Tiberius und andere Römerbauten auf Capri.
(Leipzig, K. F. Koehler.)

Siehe Litteratur.

Klein, aber mein. Sieben Projekte für einzelnstehende Häuschen mit Stall,
von C. Schindler-Escher. Mit 8 Plänen und 8 Lichtdrucktafeln nach
Zeichnungen von Professor Ernst Gladbach, Zürich. Verlag von
Albert Raustein, vormals Meyer & Zellers Verlag.

Deutsche Bau-Austeilung zu Dresden 1900.

In der Abteilung »Baulitteratur« zuerkannte Preise :

Staatsmedaillen erhielten:

Ernst Wasmuth, Berlin, Alexander Koch, Darmstadt, Dr. Fried-
richSarre, Berlin: Kgl. Preussische Staatsmedaille. — Gewerbebuch-
handlung (E. Schürmann) Dresden: Kgl. Sächsische Staatsmedaille. —
L. Werner, München: Kgl. Bayrische Staatsmedaille. — Bruno Hess-
ling, Berlin: Herzogi. Altenburgische Staatsmedaille. —J. Engelhorn,
Stuttgart (Architektonische Rundschau), Redakteur Graef,
Steglitz (Blätter für Architektur und Kunsthandwerk): Fürstlich Lippesche
Staatsmedaille.

Ausstellungsmedaillen erhielten:

E. A. Seemann, Leipzig, H. Keller, Frankfurt a. M., J. M. Geb-
hardts Verlag, Leipzig, Max Spiel meyer, Berlin, Friedr.
Wolfrum, Düsseldorf: Denkmünze der Stadt Dresden.

Anerkennungsdiplome erhielten:

Seemann & Co., Leipzig, Paul Neff, Verlag, Stuttgart, Franz Jaeger,
Berlin (früher Goslar), Architekt W. Kick, Stuttgart, Architekt Robert
Schmidt, Zerbst, Architekt Theobald Hofmann, Elberfeld. Die
drei zuletzt Genannten wurden als Selbstverleger ausgezeichnet.

^ Ausser Wettbewerb blieben die Firmen Baumgärtners Buch-

handlung, Leipzig, und Bergsträssers Verlag (A. Kröner), Stuttgart,
da deren Inhaber dem unter Vorsitz des Herrn Hofrat Professor
Dr. Gurlitt für die Abteilung »Baulitteratur« gebildeten Preisausschuss
als Preisrichter mit angehörten. Als dritter buchhändlerischer Preis-
richter war ausserdem der frühere Besitzer der Gilbersschen Hof-
verlagsbuchhandlung in Dresden, Herr Joh. Bleyl, thätig.

Für die Redaktion verantwortlich Baurat Carl Weigle in Stuttgart.
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