Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 17.1901

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Skizze zum Eingangsportal eines herrschaftlichen Parks
von Architekt Gyula Kann in Budapest.

Tafel 85. Entwurf zur Ausgestaltung des Centalfriedhofs
in Wien von K. Troll und A. Castelliz, Architekten daselbst.

4. Portalbau. — 5. Situation und Grundrisse der Kirche.
Siehe auch Tafel 76 und 77.

Tafel 86. Klubhaus des New Yorker Yachtklubs, 44th Street
in New York; erbaut von Warren & Wetmore, Architekten
daselbst. — 2. Detail der Fenster.

Mit Genehmigung des Herausgebers aus »The American
ArchitectandBuildingNews«,

Boston.

Siehe auch Tafel 73.

Tafel 87. Wohn- und
Geschäftshaus »Der Römer-
hof« am Hohen Markt in
Wien; erbaut von Baurat
J. Deininger daselbst.

Dieses in modernem

ausgebildete mächtige

Stil

Gebäude besitzt drei Strassen-
fronten und hat seine Haupt-
fassade gegen den Hohen
Markt. Das Schema der
Fassade zeigt eine durch-
gehende Pfeilerteilung. Die-
ser Neubau sollte ursprüng-
lich den Namen »Kaiser-
Jubiläums - Hof« erhalten,
worauf einige dekorative
Details hinweisen. Das Dach
der Risalite tritt kräftig
heraus und erhielt, wie die
Bedachungen der Erker an den
Ecklösungen, teilweise Ver-
goldung. Die Fensterober-

Rückseite des Doms in Frankfurt a. M.;
aufgenommen von Architekt W. Land-
grebe in Oberrad.

Von der Pariser Weltausstellung igoo.

Kaminverkleidung; ausgeführt von der Bath Cabinet Makers Co., Ltd.

wissen Beleuchtungen schöne
Farbenreflexe erzielt wurden.

Die Fussböden der Balkons
sind aus starken, in Eisen-
gerippe verlegten Glasplatten
hergestellt, so dass durch
diese noch genügend Licht
in die darunter befindlichen
Räume fallen kann.

Die Grundrissskizzen
rühren von dem Bauherrn
Baumeister C. Holzmann her.

Die unteren Geschosse
dienen zur Aufnahme von
Geschäftsräumen, die oberen
zu Wohnzwecken.

Die Verbindung der-
selben geschieht durch eine
vornehme Treppe mit Säu-
len aus italienischem Marmor und breiten Stufen aus Trientiner
Marmor.

Tafel 88. Villa Karfunkel in Cudowa; entworfen von
Hart & Lesser, Architekten in Berlin.

Das in gebirgiger Gegend am Waldesrand gelegene Land-
haus hat mit Rücksicht auf seine Lage eine malerische Gestaltung
erhalten.

Die Hauptfront mit den Haupträumen und einer vorliegenden
Terrasse ist dem See des Badeortes und einer schönen Aussicht
zugekehrt.

Das Landhaus hat zwei Stockwerke, in denen die Herr-
schaftsräume untergebracht sind, und ein Kellergeschoss mit den

Wirtschaftsräumen und der
Wohnung des Gärtners, der
zugleich die Stellung des
Hausmeisters versieht. Im
Dachgeschoss sind die Dienst-
botenräume angeordnet.

Da der Bauherr prakti-
zierender Arzt ist, so wurde
bei der Anordnung des Grund-
risses im Erdgeschoss darauf
Bedacht genommen, dass
die Diele des Hauses gleich-
zeitig den Warteraum bildet
und dass die Küche in
nächster Nähe des Hausein-
gangs zur bequemen Ueber-
wachung desselben gelegen
ist. Die Front des Gebäudes
hat rote, weissgefugte
Ziegelverblendung erhalten.
Die Fenstereinfassungen, Ge-
simse und sonstigen Archi-
tekturteile sind aus Cudo-
waer Sandstein hergestellt.
Für den Sockel des Hauses
bis zur Höhe des Terrassen-

flügel der Wohngeschosse
sind mit leicht gefärbtem
Glas in kleinen Scheiben
versehen, wodurch bei ge-
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