Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 24.1908

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1908

ARCHITEKTONISCHE RUNDSCHAU

Heft 2

Wohnhaus in
Berlin, Kurfürsten-
damm 110.

Tafel 10. Kauf-
haus des Westens in
Berlin. Haupteingang.

Architekt: Emil
Schaudt in Berlin
(d. Zt. im Atelier von
Boswau & Knauer).

Tafel 11. Reise-
studien aus dem El-
saß. Aufnahmen von
Professor August
Schirmer in Stuttgart.

Tafel 11. Abbil-
dung 1. Dreiteiliges,
reichgeschnitztes Erker-
fenster (17. Jahrhundert)
aus Egisheim bei Kolmar.
— Abbildung 2. Holz-
fachwerkhaus in Kaisersberg i. E. aus dem 16. Jahrhundert, das in Gesamt-
gruppierung und Ausführung der Einzelformen bemerkenswerten Reich-
tum zeigt.

Beilage 1. Abbildung 1. Dreiteiliges, gotisches Fenster mit Stein-
umrahmung, zwischen Erkern eingeschlossen, die seinen intimen Reiz erhöhen.
Aus Egisheim bei Kolmar i. E. — Abbildung2 und 3. Dreiteilige Fenster
in Holzfachwerk mit einfacheren Schnitzereien aus Egisheim bei Kolmar i. E.
Das Mittelfenster ist vorgeschoben und die beiden Seitenfenster schräg ge-
stellt, wodurch eine erkerartige Wirkung erzielt wird.

Tafel 12 u. 13. Wohnhaus in Berlin, Kurfürstendamm 110.
Fassade, Treppenhaus und Vestibül. Architekt: Max Bischof/
in Berlin.

Jedes Stockwerk enthält zwei Wohnungen mit acht bezw. neun Zimmern,
Diele und Nebenräumen. Bei Durchbildung der Fassaden wurde versucht
die charakteristischen Eigenschaften des verwendeten Materials auszunutzen
und nur diese wirken zu lassen. Stuckornamentik wurde gänzlich vermieden.
Der hohe Sockel wurde mit Rathenower Handstrichsteinen gemauert und
aus diesen figürlicher und ornamentaler Schmuck an geeigneten Stellen
ausgemeißelt. Ebenso wurde die Vorgarteneinfriedigung ausgeführt, so daß
beide zusammengehörig erscheinen. Die eisernen Träger über den Fenstern
blieben unbekleidet; es wurden C-Eisen verwendet, die in verschiedener Höhen-
lage, teils flach, teils hochseitig verlegt, an den Enden durch Konsolsteine

gehalten werden. Besonderer
Wert ist auf die Farben-
stimmung der Front gelegt
(Ziegelsteine rot, Putz gelb,

Eisen blau). Mitarbeiter:

Bildhauer Richard Gerschel,

Maler Birkle & Thauer, Mo-
saik N. Rosenfeld & Co.

Tafel 14. Saalbau
der Methodisten-Ge-
meinde in Karlsruhe.

Architekten: Professor
Hermann Billing &

Mallebrein in Karlsruhe.

Der Bau enthält im Erd-
geschoß und zweiten Ober-
geschoß die Wohnung. Im
ersten Obergeschoß befindet
sich der Saal mit Galerie
Die Fassade besteht teils aus
Putz, teils aus grünlichen
Sandsteinen. Das Dach ist
mit roten Pfannen einge-
deckt. Die Baukosten be-
trugen etwa 80000 Mk.

Tafel 15. Gasthaus
auf dem Lande. Archi-
tekt: Josef Dietzinger in
Saaleck.

Das Gasthaus soll in
einem kleinen Ort des Salz-
burger Vorlandes, Gegend von Oberndorf bei Salzburg nahe der Bahn an
der Landstraße errichtet werden. Ein von den Wirtschaftslokalitäten getrennter
Laden ist im Erdgeschoß vorgesehen. Später soll die Anlage durch Erstel-
lung eines Stall- und Remisengebäudes vervollständigt werden. Das Keller-
geschoß ist aus Stampfbeton, der Sockel aus Rieselbeton, die Fassaden hell
geputzt und durch die farbigen Fensterläden belebt. Das mit Regensburger
Biberschwänzen eingedeckte Dach ist mit besonderer Sorgfalt ausgestaltet. Der
anschließende Garten ist mit einer geschnittenen Hainbuchenhecke eingefaßt.

Wohnhaus in Berlin, Kurfürstendamm 110.
5. Pfeilerdetail.

Architekt: Max Bischoff in Berlin.

Tafel 16. Eingebautes Einfamilienhaus in Bremen, Albers-
straße 11. Architekt: Emil Högg, Direktor des Gewerbe-

museums in Bremen.

(Vergl. den Artikel: Das Bremer Einfamilienhaus u. s. w.)

Wohnhaus in Berlin, Kurfürstendamm 110.
4. Eingang.

16

Architekt: Max Bischoff in Berlin.
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