Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 24.1908

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Architektonische Rundschau

3. Beilage zu Heft 3. 1908

Alleinige Inseratenannahme bei Rudolf Mosse, Annoncen-Expedition für sämtliche
Zeitungen Deutschlands und des Auslandes, Stuttgart, Berlin, Breslau, Dresden,
Düsseldorf, Frankfurt a. M., Hamburg, Köln, Leipzig, Magdeburg, München,
■ Nürnberg, Prag, Strassburg, Wien, Zürich -

Insertionspreis 25 Pf. für die
□ viergespaltene Petitzeile □

Willisau, Kanton Luzern.

Aus »Dr. R. Anheifser, Altschweizerische Baukunst«.
(Verlag von A. Francke in Bern.)

Bücherbesprechungen.

Altschweizerische Baukunst. Architecture Suisse ancienne. Von Dr.
R. Anheißer, Architekt. Bern, Verlag von A. Francke, 1907. 110 Tafeln
mit erläuterndem Text, ln Mappe Preis 28 Mk.

Mit warmen Worten weist der Verfasser im Vorwort auf die Be-
deutung heimatlicher überlieferter Bauweise und ihre Erhaltung und Wieder-
belebung hin, der seine Aufnahmen dienen sollen, indem sie im Volke die
Liebe zu den alten Kunstschätzen erwecken und den Fachleuten zeigen,
wie dereinst einfach-vornehmes Kunstempfinden und strenge Sachlichkeit
überall so Reizvolles und Trauliches geschaffen haben. Und wie schildert
er die alten Gassen, die Tore und Türme, die Erker, Brunnen und Lauben,
die mächtigen, weit überragenden Dächer, unter denen man sich so wohl
geborgen fühlt, und die entzückenden Stadt- und Landschaftsbilder mit
den am Bergeshang hinaufkriechenden Häusermassen, den trotzigen Mauern
und stattlichen Burgen! Besonderen Wert verleihen den sorgsam daheim
durchgezeichneten Aufnahmen die zahlreichen Einzelheiten, welche uns
die Arbeits- und Schmuckweise der Alten trefflich vor Augen führen. Im
knapp gefaßten Text sind kurze Hinweise auf die Eigenart und die wichtig-
sten Daten in anschaulicher und anziehender Weise gegeben.

Die Grundlagen bewußter Stilempfindung. Von A. v. Hofmann.
Berlin & Stuttgart, Verlag von W. Spemann. 2 Bände, Preis je 3 Mk.

Der Inhalt des 1. Bandes gliedert sich in 3 Hauptabschnitte: Die
Elemente des Stils, die stilreine Darstellung, der Mensch und
der Stil. Verfasser bezweckt eine systematische Anleitung zum stilreinen
Empfinden zu geben, »denn eine (sagt er im Vorwort) allgemeine künst-
lerische Veredlung unsrer Umgebung ist nur möglich durch die Hebung
des Stilbewußtseins, welches heute so gut wie nicht mehr vorhanden
ist«. »Man macht heut Propaganda für Kunst im Leben des Kindes.
Allein das Vorhandensein solcher Bestrebungen, die ganz zwecklos sind
ohne das Vorhandensein der entsprechenden bewußten Kunst im Leben
der Eltern, gibt meinen Ausführungen ein Recht. Denn das Kind lernt

nur von den Eltern und
erzieherisch wirkt nur
die bewußte Harmonie
beider, nicht aber eine
vom Himmel gefallene
künstlerische Kinderstube,
deren Hauptzweck nur die
Erweiterung des Kunst-
marktes ist, wie sie and-
rerseits nur denkbar ist
unter der Voraussetzung
vollständiger Neutralität
der Eltern in dieser An-
gelegenheit.« Der 2. Band
gibt eine Ergänzung des
ersten durch den Be-
griff des Malerischen
(der Begriff des Maleri-
schen , die malerische
Komposition, das Male-
rische und der Mensch,
das Malerische in den
Künsten). Wir wünschen
den sehr anziehend ge-
schriebenen, treffenden
und klärenden Ausführun-
gen eingehende Beach-
tung in weitesten Kreisen.

Hof Albantal 35 in Basel.

Aus »Dr. R. Anheifser, Altschweizerische Baukunst«.
(Verlag von A. Francke in Bern,)

Adresse an die Zweite Kammer der „Staten-Generaal“ in Sachen des
Friedenspalais.

Eine stattliche Reihe der tüchtigsten niederländischen Architekten
erheben damit Einspruch gegen die Wahl des Terrains, gegen die Be-
dingungen des Wettbewerbs und gegen das Urteil der Preisrichter (gegen
dessen Ausführung durch die Verwaltung der Carnegie-Stiftung ja bekannt-
lich von mehreren holländischen Architekten ein Prozeß angestrengt ist),
indem sie eine umfassende und würdige Durchführung des Planes unter
erheblicher Erweiterung des dafür bestimmten Geländes befürworten.
Wenn auch der Erfolg bei dem gegenwärtigen Stande der Angelegenheit
leider zweifelhaft erscheint, dürfen die holländischen Kollegen unsrer
wärmsten Sympathien für ihr Vorgehen versichert sein. Th.

Kunst-Wanderbücher. Eine Anleitung zu Kunststudien im Spazieren-
gehen. Von Oskar Schwindrazheim. 1. Bändchen: Unsere Vaterstadt.
Mit 24 eigenen Aufnahmen des Verfassers und 16 leeren Seiten für Be-
merkungen und Skizzen. 126 Seiten. Preis geh. 1,20 Mk., in biegsamem
Einband 1,80 Mk. Hamburg, Gutenberg-Verlag, 1907.

Die Kunstwanderbiicher — als Ergänzung der Wanderbücher ge-
dacht — sollen zum Sehen, Verstehen und Liebgewinnen deutscher volks-
tümlicher Kunst anregen. Im ersten Bändchen schildert der Verfasser eine
deutsche Durchschnittsstadt unter Hinweis auf ihre Eigenart und Schön-
heiten im einzelnen. Zwei weitere behandeln »Dorf und Stadt« und »In
der freien Natur«. Wir wünschen den zeitgemässen Anregungen besten
Erfolg in jeder Hinsicht.

An Extension of the Dewey Decimal System of Classification applied
to Architecture and Building. By N. Clifford Ricker., University of
Illinois Engeneering Experiment Station. Bulletin 13. Published by the
University, Urbana, 111., 1907.

Das neuerdings vielfach angewendete Deweysche Verfahren der
Klassifi-
zierung
nach
dem De-
zimal-
system
bietet,
wie die
hier ge-
gebene
Ausfüh-
rung der
Eintei-
lung für
Archi-
tektur
undBau-
wesen
zeigt,
eine
logische
und
außer-
ordent-
lichklare
und
über-
sicht-
liche
Ord-
nung für
Biblio-
theken
wie für
Samm-
lungen
von

Notizen,
einzel-
nen

Artikeln,

Abbil-
dungen
u. s. w.

Langnau im Emmental, Kanton Bern.

Aus »Dr. R. Anheifser, Altschweizerische Baukunst«.
(Verlag von A. Francke in Bern.)

Vereinfachte Formeln für die statische Berechnung von Eisenbeton

unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses vom 24. Mai 1907 mit Bei-
spielen und Tabellen, herausgegeben von Fritz Thomas, Architekt und
Bauingenieur in Dortmund. Halle a. S., Beton-Zeitung, Verlagsgesell-
schaft m. b. H., 1907. Preis 1,25 Mk.

Das Heft enthält Angaben für die vereinfachte Berechnung von
Deckenplatten, Betonplatten mit sich kreuzender Eiseneinlage, Platten-
balken, Säulen u. s. w.

Die natürlichen Bau- und Dekorationsgesteine. Ein Hilfsbuch für
Schule und Praxis. Von Heinrich Schmid, k. k. Professor an der Staats-
gewerbeschule zu Wien I. Zweite, erweiterte Auflage. Verlag von Karl
Gräser & Cie. in Wien und B. G. Teubner in Leipzig, 1905. Preis kart.
2,20 Mk.
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