Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 24.1908

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Architektonische Rundschau

2. Beilage zu Heft 4. 1908

Alleinige Inseratenannalime bei Rudolf Mosse, Annoncen-Expedition für sämtliche
Zeitungen Deutschlands und des Auslandes, Stuttgart, Berlin, Breslau, Dresden,
Düsseldorf, Frankfurt a. M., Hamburg, Köln, Leipzig, Magdeburg, München,
= .Nürnberg, Prag, Strassburg, Wien, Zürich :...—

Insertionspreis 25 Pf. für die
□ viergespaltene Petitzeile □

Hotel Margna in Sils-Baseglia.
Das Restaurant.

(Zu Tafel 30 u. 31.)

Architekten: Nicolaus Hartmann & Cie.
in St. Moritz.

Notizen.

Paul Ritter f. Am 26. November v. J. ist der bekannte Architektur-
maler Professor Paul Ritter, fast 79 Jahre alt, in seiner von
ihm so oft verherrlichten Vaterstadt Nürnberg gestorben. Ritter,
der im vierten Lebensjahre durch Krankheit Sprache und Gehör
verloren, bewies frühzeitig großes zeichnerisches Talent, wurde
infolgedessen unter dem Architekten Karl von Heideloff zum
Zeichner und Kupferstecher ausgebildet und war längere Zeit
für Architekturwerke tätig. Nach verschiedenen Studienreisen
in Frankreich und Italien wandte er sich später der Ölmalerei
zu und ließ sich dauernd in seiner geliebten Vaterstadt nieder,
deren malerische Architekturen er wie kein Zweiter in poetischer,
historisch belebter Darstellung auf Grund sorgsamer kultur-
historischer Studien zu schildern verstand. Sein größtes Bild,
die Einbringung der Reichskleinodien in Nürnberg im Jahre 1424,
das er im Aufträge der Stadt malte, schmückt das Rathaus; ein
Bild der »alten Schau« mit der Sebalduskirche und dem Einzug
Gustav Adolfs befindet sich in der städtischen Gemäldegalerie.

Der »schöne Brunnen« mit reicher Staffage schwedischer Kriegs-
leute brachte ihm in Berlin die Goldene Medaille. Zahlreiche
Bilder und Stiche schildern das Innere der Sebaldus- und der
Lorenzer Kirche, des Rathauses, die köstlichen alten Höfe und
so manchen malerischen Winkel. Sie haben Nürnbergs Ruhm
überallhin verbreitet, als die heutigen Vervielfältigungsweisen
noch fehlten, und so viel zur Erhaltung seiner alten Schönheit
beigetragen. Bis zu seinem Lebensabend unermüdlich tätig,
war der große Meister mit dem prächtigen Künstlerkopf auch
als edler Mensch allgemein geschätzt und verehrt.

Anton Schöner.

Ausstellungen. Die Kgl. Württemb. Zentralstelle
für Gewerbe und Handel in Stuttgart plant für Juni bis
Oktober 190S eine Bauausstellung, um den gegenwärtigen
Stand der bürgerlichen Baukunst und der heimischen Bauweise
auch dem großen Publikum vor Augen zu führen und damit
befruchtend auf die Entwicklung der bürgerlichen Baukunst des
Landes einzuwirken. Die Ausstellung soll Pläne, Modelle, Schau-
bilder, Vorlagen, Materialien für den Roh- und Ausbau, Kon-
struktionen, Schutzvorkehrungen u. s. w. umfassen und mit einer
Ausstellung von Wohnräumen verbunden sein. Zugelassen wer-
den alle Gegenstände, die auf das Baugewerbe und die mit
ihm zusammenhängenden Gewerbe- und Industriezweige Bezug
haben; ausgeschlossen sollen nur die sein, die gegen den guten
Geschmack verstoßen. Die Entscheidung darüber steht der Be-
ratungsstelle für das Baugewerbe (für Architekturen einem Fach-
ausschuß) zu. — In Düsseldorf findet 1908 anläßlich des Ka-
tholikentags eine Ausstellung für christliche Kunst mit
einer historischen und einer Abteilung für neue christliche Kunst
statt, die in vielem eine Fortführung der großen Ausstellung
von 1902 sein wird, wobei diesmal auch die Werke des 18. und
19. Jahrhunderts berücksichtigt werden sollen.

Darstellung von Baudenkmälern auf Papiergeld. Die
Bank von Spanien hat nach der »Schweiz. Bauzeitung« eine eng-
lische Firma mit der Herstellung neuer Banknoten beauftragt, die
mit den Darstellungen berühmter spanischer Baudenkmäler ge-
schmückt werden sollen: die 1000-Pesetasscheine mit dem Bilde
des Kgl. Palastes in Madrid, die 500-Pesetasscheine mit dem
Alkazar von Segovia, die zu 100 Pesetas mit der Kathedrale zu
Sevilla, während die Scheine zu 50 und 25 Pesetas den Bogen von
Sa. Maria in Burgos und den Löwenhof der Alhambra zeigen werden.

Hotel Margna in Sils-Baseglia.

Teil der Halle. (Die alte Küche mit dem
alten Rauchfang, jetzt als Kamin benützt.)

Architekten: Nicolaus Hartmann & Cie.
in St. Moritz.

(Zu Tafel 30 u. 31.)

Verlag von % Gngelborn in Stuttgart.

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