Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 24.1908

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Architektonische Rundschau

1. Beilage zu Heft 6. 1908

Alleinige Inseratenannahme bei Rudolf Mosse, Annoncen-Expedition für sämtliche .. . ... ~

Zeitungen Deutschlands und des Auslandes, Stuttgart, Berlin, Breslau, Dresden, . pr r»* . •

Düsseldorf, Frankfurt a. M., Hamburg, Köln, Leipzig, Magdeburg, München, lnsertionspreis Z3 1 T. TUT die

■ Nürnberg, Prag, Strassburg, Wien, Zürich - □ viergespaltene Petitzeile □

F. Meldahl.

Der Heimgang Ferdinand Meldahls, Kgl. dän. Kammerherrn und unter
den dänischen Baukünstlern und Gelehrten des ältesten und angesehensten,
muß nicht bloß in Dänemark, sondern auch im Auslande allgemeine Teil-
nahme erwecken, denn er war auch in der Ferne wohlbekannt und ge-
achtet. Meldahl war ein Mann von ganz besonderer Bedeutung. Er hat
durch seine Studien und durch viele Reisen in Europa und außerhalb sich
umfassende Kenntnis und Anschauung erworben, und seine Schöpferkraft
ist in zahlreichen bedeutenden Werken bezeugt. Daneben besaß er eine
hervorragende Begabung, auf allen Gebieten der Verwaltung sich zu be-
tätigen. So erstreckte sich sein Einfluß weit über die Kunstwelt hinaus.
Er war in geschäftlichen Unternehmungen glücklich und erfolgreich, und
auf der Leiter der Ämter und der Ehren erklomm er die höchsten Stufen.
Als er 1907 seinen achtzigsten Geburtstag feierte, ehrte sich in ihm das
ganze Land.

Von 1866 bis 1893 saß er in der Vertretung der Hauptstadt und übte
starken Einfluß. Er schied aus, als er die Ausführung von Martin Nyrops
Rathausbau nicht hatte vereiteln können, die er bekämpft hatte. Ebenso hat
er, als es sich um die Herstellung des Riper Domes handelte, als Führer
derjenigen, die den Bau möglichst in die Urform zurückführen wollten,
eine entschiedene Stellung eingenommen. Als sich schließlich die Wage
doch zu Gunsten einer schonenderen Behandlung senkte, welche seitdem
Prof. Amberg bis 1904 durchgeführt hat, schied er auch da aus. Er war
überhaupt nicht geneigt, nachzugeben, wo er etwas für recht befand.
Unverlöschlich bleibt sein Andenken durch die herrliche Wiederherstellung
des Schlosses Frederiksborg (mit dem Architekturmaler Heinrich Hansen
zusammen) und die Vollendung der Friedrichskirche (der sogen. Marmor-
kirche) zu Kopenhagen. Diese, von Nicol. Eigtwedt angelegt, hatte hun-
dert und mehr Jahre unvollendet in Trümmern gelegen. Das Wirken und
Leben Eigtwedts und Lauriz Thuras, und die gesamten älteren Kunstver-
hältnisse Kopenhagens, besonders auch die Schloßbauten, finden in dem
prächtigen Werke eine ausgezeichnete Darstellung, das Meldahl 1896 über
diese Kirche herausgegeben hat. Es ist dänisch und deutsch zugleich er-
schienen (Berlin, Wasmuth). Denn Meldahl wußte mit deutschem Wesen
Fühlung zu halten und lebte in den fruchtbarsten Beziehungen zur deut-
schen Wissenschaft und Kunst und ihren Trägern. Jenes Werk verdient
in mehrfacher Hinsicht in Deutschland beachtet zu werden. Es zeigt auch,

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