Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 24.1908

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1908

ARCHITEKTONISCHE RUNDSCHAU

Heft 6

überdeckt. Wie im
alten Bau waren
im Erdgeschoß zu
beiden Seiten des
in der Längsachse
liegenden Flures
Gewölbe (Läden),
im Obergeschoß
ein Saal, in dem
später allerlei Fest-
lichkeiten (Adels-
zusammenkünfte,
Konzerte u. s. w.)
abgehalten wur-
den.

Das Haus selbst
ist, nachdem es die
Kaufmannschaft
1811 von der fran-
zösischen Regie-

Seidenkramer-Innungshaus in Magdeburg. rung des lustigen

Neuer Giebelaufsatz. Königs von West-

falen für 1000 Taler Gold hatte zurückkaufen müssen, in den Jahren
1838/39 und 1872 schon so durchgreifend umgebaut worden, daß vom

ursprünglichen Bau nur noch die dicken Umfassungsmauern und der inter-
essante liegende Dachstuhl übrig geblieben sind.

Für den Erweiterungsbau von 1904—06 wurden zwei benachbarte
Grundstücke zugekauft, so daß die Räume bequem und den gesteigerten
Anforderungen entsprechend angeordnet werden konnten. Eine anschau-
liche Darstellung der Geschichte des alten Hauses (von Direktor Neubauer,
Prediger Thiele und Syndikus Dr. Behrend), seiner Schicksale im 19. Jahr-
hundert und seiner Ausgestaltung durch den letzten, von Joh. Duvigneau
geleiteten Umbau gibt die Festschrift zur Einweihung*). Die neuen Fassaden
an den Seitenstraßen sind in Anlehnung an die alte, durch einheitliche
Überarbeitung der Sandsteinteile vom verunstaltenden Ölfarbenanstrich be-
freite Fassade am Markt durchgeführt. Kennzeichnend für die Schwierig-
keit, dabei die Schmuckformen im Ganzen dem Alten nachzubilden und
doch im Einzelnen mit Eigenem zu durchdringen, sind die drei Giebel-
aufsätze der Front am Schwibbogen, von denen wir zwei neben der alten
Fassade, wie sie bis 1872 erhalten war, hier wiedergeben. Sie sollen je eins
der drei Elemente Erde, Luft und Wasser darstellen. Leider ist bei dem letzten
Umbau auch der Schwibbogen, ein als altes Stadttor angesprochener, mit
einem Teile des Innungshauses überbauter Durchgang in der Seitengasse
»am Schwibbogen« abgebrochen worden, wodurch wieder ein malerisches
Gassenbild verloren gegangen ist.

*) Das Haus der Handelskammer zu Magdeburg (Seidenkramer-Innungshaus)
und seine Geschichte. Festgabe zur Einweihungsfeier am 19 Mai 1906. Von Regierungsbau-
meister Joh. A. Duvigneau, Generaldirektor der Magdeburger Bau- und Kreditbank.

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