Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 28.1912

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Rathaus für lTliilheim an der Ruhr,

Wettberoerbentimirs non Reg.-Baumeisfer J. H. Rosenthal
und 0. 0. Kurz, Architekten, in ITlünchen. 1. Preis.



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1. Obergeschüfj,

Cin modernes Rathaus ist die Verbindung eines Verroaltungsgebäudes
mit dem repräsentatioen Clement der Stadthoheit. ]n die Sprache des
Architekten überlebt heifjt das: ITlonumentalität in den JTlatsenlösungen,
Cinfachheit und Sachlichkeit im Detail. ITlülheim ist eine moderne, auf-
strebende Jndultrieltadt, die Sormensprache des Cnt wurfs ilt dem Charakter
einer solchen entsprechend geroählt. Der Turm beherrscht toroohl uom
ITlarktplaße als uom Flatroege aus das Bild und gibt das Gleichgewicht
für den Zusammenschluß der roagrechten Hauptlinien.

5ür die Grundrißentwicklung rourde die möglichlte Übersichtlichkeit
angestrebt, welche wohl am beiten durch Vermeidung kleiner Höfe und
Anlage eines großen Zentralhofes gewonnen wird. Hingegen wurde an
der Schollenstraße durch Zurücklegung eines Bauteiles ein Plaß gewonnen,
der für den Verkehr nötig erschien.

Der Hauptbau zeigt im Anschluß an die Repräsentationsräume die im
Rheinland übliche Ratsdiele. Die reiflichen Teile der Sront am ITlarktplaß
konnten einfach gelöst sein wegen des anstoßenden Baumbestands, der
die sestlichen Ausläufer der Sassade oesdeckt.

Die Beurteilung des Cntwurfs durch die Preisrichter (o.Thiersch, Billing,
Dülser, Hosfmann) lautet:

Bei näherer Betrachtung des Projekts erkennt man, daß man es mit
einer künstlerisch hochstehenden Arbeit zu tun hat. Die Grundrißanordnung
ist zweckmäßig und klar und den Sortierungen des Programmes ent-
sprechend. Die Diele im Hauptbau ist ungenügend beleuchtet; auch entspricht
die Kassenhalle in ihren Abmessungen und den Zugängen nicht dem Ver-
kehr. Die Überbrückung nur in einem Stockwerk reicht nicht aus. Die
Architektur ist großzügig, jedoch in den Cinzelabmessungen nicht einwandfrei.

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