Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 28.1912

Seite: Tafel 135
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Tafel 15 5.



Die Schule ilt in den sahren 1910/11 im Austräge der Kgl. Kommission
zur Aufteilung der Domäne Dahlem gebaut morden. Der jetzige Bau stellt
zunächst nur einen Teil der geplanten Anlage dar; Aula, Turnhalle und eine
Crroeiterung, roelche durch Parallelklassen und durch einen Oberstock not-
mendig roerden roird, fehlen noch. Diese spätere Crroeiterung ist bereits bei
dem Haupttreppenhaus berücksichtigt, roelches erheblich größere Dimensionen
erhalten hat, als die jetjige Klassenzahl es erfordert, und das auch in seiner
reicheren Ausgestaltung schon den späteren Zentralraum für ein größeres
Gebäude darstellt. Der Bau enthält zurzeit 10 Klassen sür Schülerinnen,
dazu Direktorinzimmer, Wartezimmer, Schuldienerzimmer soroie Aufenthalts-

raum für Cehrer und Cehrerinnen, 1 Gesangssaal, 1 Zeichensaal und 1 Hand-
arbeitsraum, Chemie- und Physiksaal mit Vorbereitungsraum, im llntergeschofj
Schuldienermohnung und 1 srühstückszimmer für die Schulkinder.
Die Schule liegt mit ihrer Hauptfront an einem Platte, der bei der
späteren Bebauung als tllittelpunkt einer Reihenhauskolonie gedacht ist; sie
zeigt daher in ihren sormen meniger ländlichen als Dielmehr kleinstädlischen
Charakter. Denselben Charakter trägt das Innere des Gebäudes.
]m Haupttreppenhaus bestehen die Säulen aus rotem Kunstinarmor,
die Wände und Decken haben eine leichte Ausmalung in Schroarz-Weifj-
ITlanier erhalten. Ahrendt.

sirchitektonische Rundschau 1912.

Paul neff Verlag (max schreib«) in Gelingen a. n.
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