Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 28.1912

Seite: Tafel 168-169
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Rathaus für ITlülheim a. d. Ruhr. l. Tcilanticht
der marktfront und 2. Platj an der Schollenttrafje.

Wettbemerbentmurf oon H. Stoffregen,
Architekt, in Bremen (angekauft).

*

Architektonische Rundschau 1012.

Tasel 168/169.


3. ITlarktplahfront.

Der Grundgedanke für dielen Gntrourf mar: ruhige Umrifj-
linie und geschlossene Baumasse im Stadtbilde, die zmei durch die
Strasje getrennten Bauteile als einen erscheinen zu lassen. Die
Plaijsront am Ularkt ist geändert und uermittelnd etroa rechtminklig
zum llotmeg gelegt; der Hauptbau überbrückt diesen. Der Turm
l'teht so, daf3 er im Strafjenbilde des slotmegs überall zu sehen ist;
als Wahrzeichen der Stadt überragt er nach dem Markte zu den
Hauptbau. An der Kreuzung oon llotmeg und Schollenstrafje ist
ein Plai3 für den Verkehr angeordnet. Am Rathausmarkt ergiebt
lieh durch Besestigung einiger Bäume oom llotmeg ein geräumigeres
Plal3bild. Die Dreiecksform fällt nicht mehr so auf (oergl. Eageplan
auf Tasel 11, Rückseite). Jm Grdgeschos) liegen die zumeistoom Publikum
benutjten Räume: Kassenhalle, ITleldeamt für Militär-, Wahl-, Zähl-,
Impf- und Armensachen; Polizeimache; Gefängnis; im ersten Stock
Bürgermeisterei, Sit3ungssaal, Zentralsteuerabteilung, Kanzlei, Kataster-
amt, Grundstücksoermaltung, Baupolizei, Gxekutio- und Kriminalpolizei;
im zroeiten Stock Stadtoerordnetensi^ungssaal, Hoch- und Tiefbauamt,
Hausmeistermohnung.
Die Ausführung ist am Rathausmarkt für Grdgeschofj u. Mittelbau
somie für den Turm in Haustein gedacht, für die beiden Obergeschosse
und die übrigen Fronten in grobgekörntem, mit dem Gisen abgezogenem
Rauhpul3, das Turmdach in Kupfer, die übrigen Dächer in Pfannen-
deckung. Die Kasfen sind auf 111. 1920 000 berechnet.
Das Urteil des Preisgerichts lautet: „Die Gesamtanordnung der
ßauanlage und die Grundrifjbildungen der beiden durch einen Überbau
oerbundenen Baugruppen
zeigen eine großzügige £ö-
sung der Aufgabe. An der
Schollenstraße ist eine Plaß-
anlage non guter Wirkung
geschaffen. DieGeschofjhähe
des Grdgeschosses könnte zu
Gunsten einer belseren An-
lage der Haupttreppe einge-
schränkt roerden. Die lefjfere
ist nicht einmandfrei ange-
ordnet. Die Architektur zeigt
ansprechende einfache sor-
men, die den Zroeck des
Gebäudesin schäner Wirkung
ausdrücken.“

Rathaus für ITlülheim a. d. Ruhr.
Weftbemerbentmurs oon H. Stosfregen,
Architekt, ß.D.ss., in Bremen (angekauft).



4. Crdgekhofjgrundrih.

Paul lieft Verlag (illax Schreiber) in klingen a. 11.
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