Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 28.1912

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ssrchitekfonische Rundl'chau

Seite XII

1912,4

Bücherbesprechungen und Bücheranzeigen (sortsetjiing).
preußischen Regierungsbezirke Wiesbaden, Koblenz und Trier. Der 5. und
letzte Band des mühe- und oerdienstuollen Werkes sall binnen Jahresfrist folgen.
Anleitung zur Candschaftsmalerei mitssquarellfarben. Von C.K.C.Koehler.
mit 2 Tafeln in Dreisarbendruck. 3., uollständig umgearbeitete Auflage non
Crtoin Spindler, Kunstmaler. Verlag uon 6. Haberland in Ceipzig-R. Preis m. 2.
Schaffhauser Deckenplattik. Von Jakob Stamm, Architekt, l. Teil, mit
20 Tafeln und 13 Abbildungen im Text. (17. lleujahrsblatt des Kunstuereins
und des Historisch- Antiquarischen Vereins Schaffhausen.) Kommissionsuerlag
uon Karl W. Hirsemann in Ceipzig. Preis )Tl. 5.
Der uorliegende 1. Teil behandelt die Stuckdecken des 17. und 18. Jahr- |
hunderts und gibt die besten und charakteristischsten aus einer großen Anzahl noch
erhaltener Beispiele, die der Kunstfreudigkeit der Bauherren und der Kunst ihrer
ITleister ein rühmliches Zeugnis ausstellen. Von den ITleistern sind insbesondere ]
drei, Höscheller, Schärer und Schneller, Cnde des 17. bis mitte des 18. Jahrhun-
derts zu nennen, die als Stukkateure und ITlaler auch im Auslande guten Rus
hatten. Anerkennung uerdient auch die oerständnisuolle Sorgsalt, mit der
die nachfolgenden Beider das Crbe jener kunstfreudigen Zeit so gut ruie
möglich erhielten. Die Abbildungen sind uortrefflich, sie geben eine sülle uon
Anregungen und lassen die slotte Wirkung der freien Antragearbeit uoll zur
Geltung kommen.
Zcitschriftenlchau.
Die Plastik bringt in Heft 11, 1011 eine stattliche Auscuahl der reiz-
uollen Bildruerke, die Ignatius Taschner für Hoffmanns Altleuteheim in Buch
und Virchoto- Krankenhaus geschaffen, soruie seinen Brunnen im Hose des
Regierungsgebäudes in Polen.
öeschäftliche ITlifteilungcn.
Das ?ai(oneisenLT)a]zroerk L ITlannstaedt & Co., A.-G., Köln-Kalk
hafte auf der Internationalen Hygiene-Ausstellung Dresden 1911 seine paten-
tierten Crzeugnisse, Türumrahmungen, Treppenschienen in Stahl und Hart-
bronze, mit und ohne Bleieinlage, ITlauereckschoner usro. ausgestellt und
erhielt dafür die Goldene ITtedaille. Die schmiedeeisernen Patent-Tür-
zargen, hergestellt aus den neuen ungeteilten gemalzten JTlannstaedt-Profilen,
sind außerordentlich stabil, mas besonders für dünne Wände (ITlonier-
Drahtpuß, Gipsdielenroände usro.) uon Bedeutung ist. Die schars unter-
schnittenen Prosilkanten ermöglichen einen dichten und sauberen Pußanschluß.
Die Schenkel sind durch Zroischenstücke oersteift, roodurch das sedern der
Rahmen und Ausbröckeln des Pußes bei den ITlannstaedt-Zargen aus-
geschlossen ist.

Die Städtische Polytechnische Cehranlfalt sriedberg i. H. beging
kürzlich das sest ihres zehnjährigen Besfehens. Besonders im leßten Jahre
roar eine bedeutende Steigerung des Besuchs zu uerzeichnen. Im laufenden
Jahre roerden die ITtaschinenlaboraforien durch den Anschluß der Stadt an
die Überlandzentrale Wölfersheim eine bedeutende Crroeiterung erfahren.
Beleuchtungsfragen. Je mehr der Architekt bestrebt ist, Zweckbauten
zu schassen, um so mehr ist er genötigt, der Beleuchtung besondere Aufmerk-
samkeit zuzuroenden. Cr muß nicht nur darauf achten, daß die sormen des
Gebäudes im roechselnden Cicht des Tages ihrer Bedeutung nach zur Geltung
kommen und daß die Versorgung der Räume mit Tageslicht zroeckentsprechend
und ausreichend ist; mehr Beachtung noch fordert die künstliche Beleuchtung,
manche Cinzelheit, die im zerstreuten Tageslicht berechtigt und ansprechend
roirkt, kann in dem kalten, bläulichen Cicht der Reinkohlen — Bogenlampen —
unangebracht und abstoßend erscheinen, sarbentönungen des Baumaterials
oder der Dekoration uerändern ihr Aussehen, roenn das künstliche Cicht eine
uon der des Tageslichtes abweichende särbung hat. Der Architekt wird des-
halb, soroeif er nicht durch künstliche Cichfquellen besondere Wirkungen er-
reichen will, eine Beleuchtung uorziehen, die in ihrer särbe dem Tageslicht
möglichst nahekommt und ihm entsprechend größere sreiheit in der Wahl
uon särben und sormen läßt. Diesem Wunsche kommt die Osram-Campe
der Deutschen Gasglühlicht-Aktiengesellschaft (Auergesellschaft) entgegen. Ihr
ruhiges, roeißes, roarmes Cicht oerändert keine särben; die Ausführung der
Campe in den uerschiedensten Cichtstärken, bis zu Osram-Jntensio-Campen uon
1000 Kerzen, gestattet die günstigste Cichtuerteilung. sür zerstreutes Cicht
(Zeichensäle, Bureau- oder Ausstellungsräume usro.) sind Osram-Jntensio-Campen
in Spezialarmaturen für indirekte Beleuchtung besonders brauchbar. Zugleich
bieten die Osram-Campen erhebliche roirtschaftliche Vorteile. Gegenüber den
Kohlenfaden-Glühlampen ergeben sie eine Crsparnis uon 70 o. H. Sie haben
ruie alle elektrischen Glühlampen bis zum Gnde ihrer Brennzeit (durch-
schnittlich 1000 Stunden) gegenüber Bogenlampen den Vorteil, daß sie keiner-
lei Beaufsichtigung, Wartung oder Reparatur bedürfen. Die Anschaffungskosten
der Campe sind gering; die Jnstallation ist einfach; bei den gebräuchlichen
lleßspannungen brennt jede Campe einzeln, ohne Verschaltroiderstand. Cin
Hintereinanderschalten uon Campen ist nicht erforderlich. Der Stromoerbrauch
ist gering und beträgt bei den Osram-Jntensio-Campen nur etwa 0,8 Watt pro Kerze.
Druckfehler-Berichtigung. Jn dem 2. Hefte des laufenden Jahrgangs
muß es auf Seite VII! heißen: Stumpf!che (statt Sturmsehe) Reform-Schiebefenster.
Das uorliegende Heft enthält je einen Prospekt der sirmen: C. Schleicher
& Schüll in Düren, Rheinland, Zeichenpapiere betreffend, und Hans Weisen
in Stüßerbach, Thüringen, ein Büchlein „Baukunst“ betreffend, serner liegt
einem Teil der Auflage ein Prospekt der sirma H. Hammelrath & Co. in
Cöln a. Rh.-JTlüngersdors, Wasseroersorgung betreffend, bei. Diese Prospekte
| sind der Beachtung unterer Ceser ganz besonders empfohlen.

sDurch alle SBuchhandlungen und Kunsthandlungen zu beziehen.

Sdrchitektonische und dekorative Studien und (Entwürfe
162 Bi)afein 28-5 43 cm in Xicht druck, hierunter eine SRnzahl mehrfarbige
Un vier fBänden herausgegeben

von

Otto 9{ieth
Elegant gebunden je 12 fMk. SÄlle vier tBände auf einmal bezogen 40 Wik.
2)er kürzlich leider so früh verstorbene ^Verfasser dieser ddealeniwürfe hat sich mit diesem seinem SKaupt-
werk ein 3)enkmal gesetzt, welches noch auf lange Zeit sein Singedenken hochhalten wird. 3)ie hoch-
interessante Sammlung behandelt in bunter dolge sfsedastfassaden und Xandhäuser, Xorbauten,
Säulen- und lBogenhallen, monumentale SBrücken, Wohnhäuser, fBrunnen, %iirme, sfreppen-
anlagen, Kirchen, Qrabmäler und Kamine, ünnenräume in malerisch großartiger Hassung,
Xenkmäler, gewölbte sDecken und prächtige dekorative Entwürfe. — 3)lese Skizzen sind im
übrigen schon so bekannt und eingeführt, daß es keiner besonderen SHnpreisungen bedarf. 3)as 3)urch-
blättern derselben gewährt einem sjeden hohen ästhetischen Qenuß.

Xeipzig.

SBaumgärtners SBuchhandlung.
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