Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 28.1912

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ARCHITEKTONISCHE RUNDSCHAU
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II Nürnberg, Prag, Straßburg, Wien, Zürich. - H


Schlos3park in ITlecklenburg. Entwurf uon Gartenarchitekt C. ITligge,
ssus dem ssrchitekturgarten. ^irma Jacob Ochs, in Hamburg.
Zu dem Rufsal3 „Garten und Park“ auf Seite 21—24 und zu Tafel 82.

Zeitschriftenschau.
Die Denkmalpflege bringt in Ftr. 1, 1912 eine eingehende Beschreibung
der alten tteinernen Grabkreuze auf dem Kirchhofe zu Kobern a. d. ITlosel, auf
die ruir in Jahrgang 1910, Heft 6, Beilage, hingeroiesen haben. Der Verfasser,
Postbauinspektor ?riebe in Dortmund, hat fast die ganze ITlosel abgestreift und
überall die kleinen und kleinsten Friedhöse aufgesucht, um diesen unsehein-
baren Steinkreuzen nachzuspüren. Dabei hat er uon Trier bis Koblenz noch
etroa 400 solche Grabkreuze uom Anfänge des 16. bis zum Gilde des 18. Jahr-
hunderts festgestellt, dauon etma 350 auf sriedhöfen, den Rest am Wege als
Wegekreuze (Ularterln). Dal) sie an der unteren ITlosel am häufigsten zu
finden sind, erklärt Versasser daraus, dafj dort der ruetterfeste Basalt leichter
zu beschaffen ruar, toährend an der oberen lllosel uortuiegend Sandstein uer-
ruendet morden sein dürfte, der der Witterung nicht standgehalten hat.
nioselabruärts finden sich die ersten in Aldegund, dann etroa 30 in Bruttig,
etroa 60 in Klotten, dann zahlreiche (nocfi an ursprünglicher Stelle) in Alken,
Ober- und niederfeil und Gondorf und 160 auf dem sriedhofe in Kobern, als
Einsassung der Quartiere, roie roir es bereits beschrieben haben. Versallen
gibt dazu einen Tageplan und eine grolje Ausroahl uon Photographien und
Zeichnungen uon Kreuzen aus Alken und Kobern. Hier gehen die ältesten
bis 1500 zurück. Versallen uerroeist schliefjlich auf einige Wegkreuze in
Kobern, deren eines er ins 12. oder Ansang des 13. Jahrhunderts und ein
zroeites ins 15. Jahrhundert uerroeist.
Jn der Zeitsehriff für Bauroesen behandelt Baurat u. ITlanikorosky das
1614—17 uon Rubens selbst erbaute Rubenshaus in Antwerpen und seine
Wiederherstellung, für die auf der Brüsseler Weltausstellung nach den Plänen
des Architekten Henry Blomme ein UTodell in natürlicher Grösje aufgebaut roar.
Die Zeilschrift für Geschichte der Architektur (V, 3) bringt uon
Dr. W. Jaenecke (Osnabrück) Betrachtungen über Einzelheiten des Grabmals
Theodorichs in Rauenna. — Aug. Thiersch (lllünchen) gibt eine eingehende
Schilderung des großen Siegesdenkmals des Augustus, der „Turbie“ bei lllonaco,
das zum Andenken an die Tliederroerfung der Alpenuölker in den Jahren
7—6 o. Cnr. errichtet ist, unter Beigabe der uorhandenen älteren Darstellungen
und eines Rekonstruktionsuersuches uon sörmige, der im Aufträge der fran-
zösischen Akademie in letjter Zeit die Reste des Denkmals untersucht hat.
Diesem stellt Thiersch einige eigene Aufnahmen und eine roesentlich glaub-
haftere, roeil mit den älteren Quellen und auch mit dem Ergebnis der
sormigeschen Untersuchung mehr übereinstimmende Rekonstruktion gegenüber. —
prouinzialkonseruator Dr. Richard Haupt (Preetj) behandelt die Erfindung der
deutsehen und nordischen Backsteinbaukunst und ihre Erfinder. Er zeigt, dafj
die kunstgemälje Anroendung der streng geletjinäfjigen Backsteintechnik (im
Gegensatj zu der früheren Verroendung der Ziegel als Hilfsmaterial) zuerst
an Bischos Wizelins Domkirche zu Oldenburg in Wagrien (1149—55) und dem
jüngeren, zroischen 1156 und 1163 entstandenen Teile der Stiftskirche zu
Segeberg austritt und dasj ihre Ausbildung auf Bischof Wizelin, den Sege-
berger Propst Tudolf und deren Baumeister Volchart zurückzuführen ist. Von
Wagrien aus fand die neue Bauroeise rasche und siegreiche Verbreitung nach
Dänemark und Tilbeck, roie nach der Altmark und Brandenburg, nach
letzterer durch niarkgraf Rudolf, der zugleich Graf uon Stade roar, und dessen
Witroe und Sohn eifrige Gönner und sörderer Wizelins roaren. Sie stifteten
auch das Klaster Jerichoro, dessen Kirche in der gleichen Technik errichtet
ist, roie auch die Schönhauser Kirche, die gleiche eigenartige Überdeckung der
Seifenschiffe roie Wizelins Domkirche in Oldenburg aufroeist.
Aus „The International Studio“ (Condon) geben roir zu den deutsehen
Gartenbildern dieses Heftes auf Seite VII eine höchst stimmungsuolle Garten-
architektur mit Teich uon dem Architekten C. E. Jllalloros in Tondon.


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