Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 29.1913

Seite: VII
DOI Heft: 10.11588/diglit.27734.21
DOI Seite: 10.11588/diglit.27734#0301
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/architektonische_rundschau1913/0301
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
0.5
1 cm
facsimile
ARCHITEKTONISCHE RUNDSCHAU

Anzeigenpreis 25 Pf. für die
viergespaltene Petitzeile.

Alleinige Inseratenannahme bei Rudolf Mosse, Annoncen-Expedition für sämtliche
Zeitungen Deutschlands und des Auslandes, Stuttgart, Berlin, Breslau, Dresden,
Düsseldorf, Frankfurt a. M., Hamburg, Köln, Leipzig, Magdeburg, München,
— Nürnberg, Prag, Straßburg, Wien, Zürich. :

Prospekt-Beilagen nach
= Übereinkunft. -

Soeben in vierter vermehrter und verbesserter Auflage erschienen:

Die Kunst des XIX. Jahrhunderts

Von

Prof. Dr. Friedrich Haack

Privatdozent der Kunstgeschichte an der Universität Erlangen

Mit 453 Abbildungen im Text und 33 Kunstbeilagen
In rotem Geschenkband M. 10.—

. . Hervorragend im eigentlichen Sinne des Wortes ist aber die Haacksche
Kunstgeschichte ihrer ehrlichen Gesinnung wegen. Nirgends ist hier auch nur
ein Versuch gemacht, etwa mit schnoddrigen Bemerkungen unbequeme Kunst-
richtungen von Künstlern abzufertigen. In allem ist guter Wille zum besten
Verstehenwollen dem Verfasser und dem illustrierenden Verleger nachzusagen.“
In dieser Weise wurde in der „Kunst für Alle“ die letzte Auflage beurteilt;
diese neueste Auflage hat nun wiederum eine wesentliche Vervollkommnung
erfahren und wird wegen ihrer prächtigen Ausstattung bei mäßigem Preise

das Entzücken aller Kunstfreunde

sein. Das Werk bildet den V. Band des Grundrisses der Kunstgeschichte von
Ltibke-Semrau-Haack (5 Bände in blau Ganzleinen gebunden mit Titelpres-
sung und Goldschnitt M. 48.—), auf den hiermit ebenfalls hingewiesen wird.

Das Luiserl von Ludwig Zumbusch

Paul Neff Verlag (Max Schreiber) in Eßlingen a. N.

::: Zu beziehen durch alle Buchhandlungen :::

Crfolg gekrönt morden. Das abfchliefjende Hauptgefims des Reichshaufcs ilt
roeniger ein Symbol des Haltens als das eines ehernen Bandes, das alle die
mächtigen Bildungen, die mit elementarer Kraft aufroärts zu Itreben Icheinen,
zum örofjen zufammenfchlieijt. Die Reiterdenkmäler über der Oftfront, die
Ccktürme, die öiebelrifalite am Königsplatje und die herrlichen ITtittelauffätje
über den Haupteingängen an den Schmalfeiten, alle diefe phantaftifch empor-
ragenden formen find aus gotifchem, germanischem empfinden geboren. ITleifter-
haft ift dabei ein Bieblingsmotio germanifcher Phantafie, die gegenteilige Durch-
dringung non Pinien oder non Körpern, benufjf, um künftlerifche Abfichten
mit dem Ausdrucke der Selbftoerftändlichkeit uorzutragen. Von den Schönen
Portalen bis hinauf zu den Dämonen der Zwietracht, die über den Senftern
der uier Turmgelaffe lauernde Wacht halten, bewährt es fich in immer neuer
prickelnder Cigenart. niemand konnte beffer als Wallot das Dämonifche ge-
ftalten, denn ihm felbft erwuchs aus der Überfülle körperlicher und geiftiger
Kraft eine faft dämonifche Gewalt, ITlenfchen anzuziehen und zu packen,
nichts war peinlicher, als non ihm getadelt, nichts ermutigender, als non ihm
gelobt zu werden. Ihm in wichtigen fragen zu widersprechen, erfchien als
ein Wagnis, denn das Zufammenziehen feiner tiefen Stirnfalten und bufchigen
Brauen ftimmte äufjerft unbehaglich, und geftaltete fich der Widerfpruch un-
geschickt oder gar anmafjend, was in der Verlegenheit manchem gefchah, So
donnerte es, und die Wortblilje trafen tief und peinnoll. Sehr gemütlich hörte es
fich dagegen an, wenn er die Unterhaltung über eine ihm neutral uorgetragene
Anficht mit einem wohlwollend hingezogenen: „nein, nein, nein, nein, nein!“
einleitete. Ihm mar in feinem Heben fo of und fo unfinnig widersprochen
worden, daf3 er die ihn felbft betreffenden ITleinungen feiner JTlitmenfchen zu-
nächst unfehlbar für dumm hielt. Sicherlich haben der Kampf um die Kuppel
des Reichstagsgebäudes und das öffentliche Urteil über fie zur Cntmicklung
diefes Zuges in feinem Wefen befonders beigetragen.

€r war fich bewufjt, in der Kuppel Heroorragendes geleiftet zu haben.
Dafj fie in dem Gefamteindrucke des Baues nicht ooll befriedigt, erkannte er
felbft, lange beuor mit dem Bau begonnen wurde, und er hatte demgemäß

(?ortfef3ung Seite IX)

für alle Architekten und
größtem fluten ift das Buch:

Angehörigen

>//—

des

Baugewerbes uon "

I

I Der Steinbauer an der Arbeit.

I
I

eine praktische Abhandlung uon Ulbert Burrer,

Hoffteinmefimeifter in ITlaulbronn.
lllit 150 Abbildungen und zahlreichen kleinen figuren.
ln Heinmand gebunden 111. 5.50.

„ein Buch aus der Praxis für die Praxis! Damit ift der Inhalt und der Wert mit
tuenig Worten gekennzeichnet .... Das nötige Willen ilt knapp und klar ohne
jedes überflüffige Beiroort getagt." Zeitfehrift f. d. Steinbruch-Berufsgenohenichaft.

Paul neff Perlag (ITlax Schreiber) in Gelingen a. ü.

^ Durch alle Buchhandlungen zu beziehen. |
loading ...