Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 29.1913

Seite: VII
DOI Heft: 10.11588/diglit.27734.21
DOI Seite: 10.11588/diglit.27734#0365
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/architektonische_rundschau1913/0365
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
0.5
1 cm
facsimile
ARCHITEKTONISCHE RUNDSCHAU

Anzeigenpreis 25 Pf. für die
viergespaltene Petitzeile.

Alleinige Inseratenannahme bei Rudolf Mosse, Annoncen-Expedition für sämtliche
Zeitungen Deutschlands und des Auslandes, Stuttgart, Berlin, Breslau, Dresden,
Düsseldorf, Frankfurt a. M., Hamburg, Köln, Leipzig, Magdeburg, München,
Nürnberg, Prag, Straßburg, Wien, Zürich. ..

Prospekt-Beilagen nach
- Übereinkunft. -

öeorg Stahl & Arthur Rotherfches Mtifuf am Herdweg in(ÄStutf-

Boffert, Stuttgart gart. Eingang Dom Garten, (Vergl. Tafel 122)

In einem weiteren Gutachten mufjte entichieden werden, ob ein im
lllörtel enthaltenes Bindemittel aus Zement und Kalk oder nur aus Kalk
bettand. Die Prüfung ergab, dafj es fich im oorliegenden falle nicht um
reinen Portlandzement handeln konnte. Als Bindemittel tuar tuahrfcheinlich
nur Cuft- oder hydraulifcher Kalk oerwendet morden.

In einem fleubau hatten fich an dem Put3 der Wände und der Decken
Schäden gezeigt. An den Wänden der Zimmer und namentlich der Decken
hafte der abgefchlämmte Puß zahlreiche erhabene, neuartig oerlaufende weiße
Streifen. Die llrfache diefer Erfcheinung ließ fich nicht einwandfrei feftftellen.

Zur feftftellung der Widerftandsfähigkeit gegen Abnut3en wurden fünf
ausländifche, für den Bau eines Schleufentores in Ausficht genommene
Holzforten auf Abfchleifen geprüft. Die Hölzer wurden unter Waffer-
beriefelung auf einer polierten Granitplatte (die die Gleitbahn eines Schleufen-
tores darffellte) hin und her gezogen. Hierbei ergaben fich nur geringe Unfer-
fchiede in der Abnußung der fünf Hölzer.

Ein oergleichender Abnußungsoerfuch oon Kunfth01 z (Steinholz- |
fußboden) mit Eichenholz ergab, dafj das Eichenholz 0,06 ccm material- I
oerluft auf 1 qcm fläche erlitt, während die Kunftholzprobe bei gleicher
Beanfpruchung 0,27 ccm, alfo weit größeren lllaterialoerluft aufwies.

für einen Antragfteller wurden Steindecken in oier oerfchiedenen
Spannweiten geprüft und gleichzeitig die Druckfeftigkeit der zum Aufbau der
Decken oermendeten Steine ermittelt. Außerdem wurden auf Tragfähigkeit
bei gleichmäßig oerfeilter Belattung geprüft:

1. Bimsbeton-Dielen-Decken,

2. Steineifen-Decken,

3. Dielen, die aus einem Alaferial beffonden, das nach Art der Kunftholz-
fußböden zufammengefeßt ift, aber in einzelnen Dielen bezm. Brettern
oerlegt wird, in denen die Zugfpannungen durch eingelegte Holzlatten
aufgenommen werden.

Ein Verfuchshäuschen aus Schlackenfteinen, die nach einem be-
hinderen Verfahren hergeftellt waren, bewährte fich im feuer befonders gut.
Brandproben mit Kalkfandfteinen, zum Teil im Vergleich mit Ziegel-

(fortfetjung Seite IX)

■ O-O-O O-0 0-0 0 0-0-0-0 0 0 O-O O-O O-O-O-O-II

bei Bestellungen sich stets auf die
MM 111 k „Architekt. Rundschau“ zu beziehen.

a

1

?

1

1

i

\

1

1

i

1

1

1

s

s

s

s

I

I

I

I

I

I

I

s

g

I

g

I

I

s

g

I

g

Paul 6to^ Sc Otto

RunfigemerbUtbe fDetrEffätten
❖ *»• *:• und tft^gießerden ❖ ❖

6tuttgört + He(farftra0e ^ 42

Pcrfaufolofale: Stuttgart, Utarienftragc32
Perlitt 6.42, TUexandrinenUrage 36
loading ...