Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 29.1913

Seite: VII
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flrchifektonifche Rundfchau

1913,12

Seite VII

Albert Cifel (B.D.fl.) & Eugen Steigleder, Stuttgart

Eingang des Wohnhautes Humboldtttrafje 20 in Stuttgart

Um Ich au (forffefjung)

uan 52, im Wintertemetter 1912/15 uon 56 Schülern betucht. Außerdem uer-
oollttändigfen 15 bezro. 24 „Baubefliffene“ hier ihre Ausbildung. Die Ab-
bildungen des in buchkünttleritcher Hinticht muttergültig ausgettatteten Jahres-
berichtes geben Zeugnis uon erntfer und erfolgreicher Arbeit.

Zur Wahl des neuen Städtebauers für den Zroeckoerband
Örofj-Berlin tchreibt W. Hahn in der „Bau-Rundtchau“ zutreffend: „Schon
bei der ertten Ablehnung des Städtebauers im Zroeckoerband rourde uon
allen Seifen in eindringlichtter Weite darauf hingeroieten, dab die Wahl eines
Architekten für diete Stelle unerlässlich tei. Diete Auffattung itt auch uor der
je^igen Enftcheidung erneut uertrefen morden, roeil nur oom Architekten dem
Wohnungsroeten die ihm gebührende Beachtung in der Abroägung aller fragen
getchcnkt roerden kann. Die Grundrourzeln des modernen Städtebaues bilden :
Verkehr, Indutfrie, Wohnungsroeten und Grünflächenpolitik; die Berücksich-
tigung aller dieter Gebiete gibt die Bedingungen für die Schaffung einer roirf-
tchaftlich und hygienitch befriedigenden Siedelung. Im ganzen Umfang des
Begriffes itt unter Städtebau aber darüber hinaus die künttleritche Durch-
dringung des roeitauseinandergehenden Stoffes zu uerttehen, und aus ihr
heraus die Gettalfung der Stadt aus ihren ttädtebaulichen Raumelementen:
den Straljen, Plabräumcn und Grünflächen. Die ttädtebaulichen Wettberoerbc

der lebten Jahre haben klar beroieten, roelche Bedeutung der archifektonitchen
Arbeit für den Städtebau zukommt. Der umfangreiche Weltberoerb für den
Generalbebauungsplan für Grofj-Berlin, die Städtebau-Austtellung in Berlin
1910 und ihre llachfolgerinnen, die Werbearbeit der Ausfchütte, die tich um
die ttädtebaulichen fragen Grob-Berlins mühten, die oerdienttuolle Arbeit Otto
UJarchs, tie alle hatten als obertfe Triebfeder, neben der Erkenntnis der roirt-
tchaftlichen und uerkehrsfechnifchen Aotttändc, die Sehntucht, endlich einmal
den Aufbau unterer Städte roieder mehr nach wahrhaft künttleritchen Ge-
tichtspunkten zu lenken. Wie die Wahl des Städtebauers für Grob-Berlin
jebt ausgefallen itt, hat der Verbandsdirektor neben tich den Sachuerttändigen
für Verkehrsroeten, der natürlich Ingenieur itt, und als zweiten Berater den
Städtebauer, der ebenfalls Ingenieur itt; die Beeinfluttung feiner Entfchlütte
wird bcgreiflicherroeife einfeitig uom Standpunkte des Ingenieurs aus er-
folgen. Jm Verbandsaustchub befindet tich ebenfalls kein Architekt, to daf]
man an denjenigen beiden Stellen, denen die Vorbereitung der enftcheiden-
den Unternehmungen anoertraut itt, mit keiner archifektonitchen Beratung zu
rechnen hat. Dieter Zuttand mub aufs tchärftte getadelt roerden und kann
im Hinblick auf den augenblicklichen Stand unterer ttädtebaulichen Antchau-
ungen keiner eintichtigen Kritik ttandhalfen. Ertt die Zroeckoerbandsoertamm-
lung, deren Einflub gegenüber dem des Vorttandes und des Austchuttes zu-
rücktrift, enthält einige Architekten.“

Bei Kleinbäusern :

bauter Jläche und nicht'über 10 in Röhe sind nach Ministerialerlass
vom 2. mai ds. ]s. Tnnen wie Jlussenwände in Schwemmsteinen
nur 25 cm stark erforderlich. Bei Schwemmsteinen vortrefflicher
Wärmeschuh, trockene, gesunde und behagliche Wohnungen.

Rhein. Schwemmstein-Syndikat
Reuwied.

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