Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 31.1914-1915

Seite: 112
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Die Außensei-
ten sind außer dem
W erksteinsockel ge-
putzt und mit eini-
gen dem Zweck
der Gebäude an-
gepaßten, farbig
behandelten Putz-
verzierungen und
Reliefs geschmückt,
für einzelne Archi-
tekturteile (Fenster-
einfassungen, Säu-
len der Zwischen-
bauten, Hofbrunnen
usw.) fanden Kunst-
steine Verwendung.
Die 2 Brunnen im
Hof sind mit Trink-
strahlröhrchen aus-
gestattet, die zu-
gehörigen Brunnen-
säulen tragen
Kinderfigürchen, die
eine einen Knaben
auf einer Schild-
kröte und die andere
ein Mädchen auf
einer Schnecke rei-

Abb. 248. Arch. Pantle, Schickhardtschule, Stuttgart. Haupteingang. tend Die Bildhauer-

arbeiten sind von
Bildhauer Gimmi.

In den Innenräumen ist der längere Zeit übliche weiße Anstrich an den Wänden
einer farbigen Bemalung gewichen, die zusammen mit den Plättchenverkleidungen an den
Wandbrunnen, Treppenpfeilern und Treppenbrüstungen ein freundliches Bild bietet. Im
übrigen ist die Ausstattung nach den bis jetzt bewährten, dem Schulbedürfnis und der
Schulhygiene entsprechenden Grundsätzen ausgeführt. Auch zeigen Klassen und Gänge
reichlichen, sorgfältig ausgewählten Bilderschmuck.

Die Baukosten betragen mit allen Nebenanlagen rund 686 000 M,

Um für die durch die ungünstigen Bauplatzverhältnisse entstandenen nicht unerheb-
lichen Kosten einen Ausgleich zu finden, wurden die Schulgebäude doppelbündig ange-
ordnet und über der Turnhalle die Zeichensäle eingebaut. Zieht man für die unter der
Terrasse gewonnenen nutzbaren Räume und für die Turnhalle den entsprechenden Kosten-
anteil ab, so ergibt sich für den Saal ineinandergerechnet einschl. aller Nebenanlagen ein
Aufwand von rund 12 500 M.

Als Mitarbeiter war Architekt Hein ecke tätig. Die ganze Anlage wurde in 14 Monaten
erstellt, sie nimmt im Stadtbild eine ganz hervorragende Stelle ein und bietet selbst von
den Sälen und Terrassen aus einen prächtigen Blick nach den rebenbepflanzten und den
bewaldeten Höhen des Stuttgarter Tals,

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