Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 31.1914-1915

Seite: 122
DOI Artikel: 10.11588/diglit.27701.10
DOI Seite: 10.11588/diglit.27701#0126
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/architektonische_rundschau1914_1915/0126
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
0.5
1 cm
facsimile
Abb. 280. Architekten Helbing u. Weiß. Kaiser-Wilhelm-Institut für Kohlenforschung, Mülheim a, d. Ruhr. Gesamtansicht.

Kaiser-Wilhehn-Institut für Kohlenforschung in

Mülheim a. d. Ruhr.

Für den Bau wurde ein Platz in dem landschaftlich schön gelegenen südlichen Gelände
des Stadtgebietes ausgesucht. Man sagte sich, daß ein Institut von so großer wissen-
schaftlicher Bedeutung an eine Stelle gehöre, wo es im Stadtbilde hervorragend zur Gel-
tung käme. Das Gebäude wurde daher auf dem für Landhausbebauung bestimmten,
grünumschlossenen, von der Ruhr begrenzten Kahlenberge auf luftiger Höhe errichtet.

Der Bauplatz ist bequem zu erreichen. Die Bismarckstraße zieht in leichter Steigung
von der Innenstadt zum Kahlenberge herauf und enthält eine vom Bahnhofe kommende
Straßenbahn, Von der Haltestelle dei: Straßenbahn führt eine rund 150 m lange Allee,
an einem umfangreichen Spielplatz vorbei, bis zum Institutsgebäude. Auf dieser Straße
werden die meisten Besucher kommen, von hier aus werden die Baulichkeiten am meisten
gesehen werden, von hier aus mußten sie also am günstigsten wirken.

Wie war dies zu erreichen und mit den praktischen und wirtschaftlichen Forderungen
zu vereinen?

Der Bauplatz hat, wie der beigegebene Fluchtlinienplan zeigt, die Form eines spitz-
winkeligen Dreiecks, begrenzt auf der einen Seite von der Verlängerung der oben er-
wähnten Allee und auf der anderen vom Höhenwege. Ausserdem mündet noch eine dritte
Straße, die Jahnstraße, auf den Schnittpunkt dieser Wege auf.

Der Bauplatz wurde nun in Größe von 1 ha von dieser Spitze abgetrennt. Auf diesem
Platze sollten die Gebäude des Instituts erstehen und zwar:

122
loading ...