Arndt, Paul  
Studien zur Vasenkunde — Leipzig, 1887

Seite: 46
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(j)A!(j)A!0^ (lmal)
rAN(j)ANO^ (imai)
rANOA!+ (lmal)
rAMA(j)!0^ (3mal)
(Klein, Meisteis. p. S7tf., p. 102, 6 und 7).
Oder Tlenpolemos (p. 84, 1 und 2):
THENrOHEMO^,
TTENrO^EMO^und
T^ENTONEMO^?
Und der sorgtaltige Exekias (p. 41, 9 und 10; Nr. 9 nach
Jahn, München 25 zu konigieien):
EA+^EK!A^ und
E+^EK!KA^?
Aehnlich Hischylos (p. 99, 10 = München 1160).
Ht+A+V^O^,
und Archikles (p. 76, 1 und 2):
AP+!KkE+
AP+EKtfE+ und
AP+K^E^.
Mir scheint die Lösung der Schwierigkeit eine ziemlich ein-
fache zu sein: der Malei konnte nicht schieiben — wenigstens
nicht giiechisch schreiben; für die mythologischen Namen u.s. w.
hatte ei eine Voilage, die ei getieu kopierte, füi den eigenen
Namen dagegen nicht, und so entstanden die mannigfachen Vei-
schreibungen desselben.
Auf das Voihandensein von Voilagen weist noch ein andeier
mehifach wiederkehrendei Umstand hin, die Wiederholung ein-
zelner Buchstaben odei ganzei Silben. Duiis (Klein p. 152, 2)
schieibt:
XA!PE+T RE+TP PATOJ^.
Als dei Maler bis zum eisten T gelangt wai und nun R schreiben
sollte, iiite sein Blick auf das eiste R der Vorlage zuiiick, ei
wiedeiholte demnach die Silbe RE+T und bemeikte eist jetzt
seinen Irrtum, den zu koriigieren nicht mehi gut möglich war.
Ahnlich Beilin 1778 = Iilein, p. 80, 3:
+^ENOKLE^Er OKLE^ EN.
München 1021 = Klein p. 118, 1:
ME ME MNON.
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