Arndt, Paul  
Studien zur Vasenkunde — Leipzig, 1887

Seite: 92
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chei Zeit andere sich nicht hnden. Hier mag es geniigen, auf
die Wichtigkeit auch derartiger Studien für die Vasenkunde hin-
gewicscn zu haben.
50. Ich hreche hier ah. Unr Nachsicht habe ich besonders
fiir diesen Teil meiner Studien zu bitten. Die Schwierigkcit des
Versuches, eine zusammenhängende Erörterung der verdächtigen
Erscheinungen zu geben, mein weniger auf abschliessende Unter-
suchungen, ais auf Anregung zu rveiteren Forschungen gerichtetes
Streben, unser geringes Wissen von der antiken Malerei, das
hauptsächlich auf Vergleiche aus dem Gebiete der Plastik wies,
bedingte den skizzenhaften Charakter der Durchführung. Man
wird vielfach in der Lage sein, das von mir gegebene Material
zu vervollständigen; manches mag ich, vom Spüreifer verleitet,
mit Unrecht verdächtigt, manches unter falscher Beleuchtung ge-
sehen haben. Umfassendste Monumentalkenntnis wird man von
einem Anfänger nicht erwarten. Ich wiederhole aber meine Bitte,
sich nicht auf den Standpunkt unbedingter Negation zu stellen,
nicht aus der Haltlosigkeit einer rneiner Vermutungen auf die
gleiche Schwäche der anderen zu schliessen. Einzelne der von
mir nachgewiesenen Thatsachen miissen jedenfalls zu Rechte be-
stehen bleiben.
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