Arndt, Paul  
Studien zur Vasenkunde — Leipzig, 1887

Seite: 98
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nischcn Städte Kyme (420), Dikäaichia, Sonent und Neapel falien
in ihie H'ände.
Ahei auch die Henschaft dei Samniten ivai nicht von langei
Hauei. Sie veistanden zu eiobein, abei nicht zu behalten. Ihie
politische und sociale Zeifahienheit fiihit den Unteigang ihiei
Macht in Siiditalien heibei. Untei dem fiohen Himmel dei
oCampania felixtf, umgeben von dei Uppigkeit und dem Luxus
des nachlebenden etiuskischen Wesens, gefesselt duich das heiteie,
sinnlich-schöne Genussleben dei italischen Hellenen veilieien die
stieitbaien Söhne des Gebiiges die alte Thatkiaft und Thatenlust.
Sie sind nicht mehi im Stande, sich dei häuhgen Einfälie ihiei
lauheien Uiiidei aus den Beigen zu eiwehien (M. 353—359):
im Jahie 343 luft Capua seine Rivalin Rom zu Hilfe und untei-
wiift sich seinei Henschaft. Kuize Zeit daiauf ist das ganze
Gebiet in den Händen dei Römei (M. 367); eine Eihebung dei
Kampanei zu Gunsten dei bediängten Samniten (316—308) wiid
bald gedämpft und dient nui zui Festigung dei lömischen Macht.
Die Stiiime dieiei giossei Kiiege, des Entscheidungskampfes dei
Samniten mit Rom (298 — 290), des Kiieges gegen Pynhus von
Taient (282—272) und des eisten punischen Kiieges (264—241)
gehen ohne nachhaltige Einwiikung an Kampanien voiiibei. So
eifieut sich das Land in dem langen Zeitiaum von ungefähi 310
bis 220 ungestöitei Ruhe und fiiedlichen Gedeihens untei lömi-
schei Obeiheiischaft. Desto gewaltigei und daueindei waien die
Umwälzungen und Veiheeiungen, die dei hannibalische Kiieg
(218—201) in Kampanien heivonief (M. 597 lf.). Die Landschaft
ist nach dem Siege dei Kaithagei am tiasimenischen See (217)
Schauplatz unausgesetztei Kämpfe und Stieifzüge dei feindlichen
Aimeen, die mit wechselndem Glücke stieiten. Die festen Plätze
dei Römei, wie Nola und Capua, weiden belageit, das letzteie
tiitt (216) zum Feinde übei (M. 614). Mit dei Wiedeieiobeiung
Capuas, übei das Rom ein giausames Stiafgeiicht veihängt, indem
es xdie zweite Stadt Italiens in das eiste Doif umwandelttr (M.
660), ninnnt dei Kiieg füi Kampanien ein Ende. Nach diesen
Zeiten schweistei Niedeilage und gänzlichei Eischöpfung bleibt
120 Jahie hinduich das Land mit den Schiecknissen des Kiieges
veischont, bis in den Stiiimen des Bundesgenossenkampfes (90
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