Arndt, Paul  
Studien zur Vasenkunde — Leipzig, 1887

Seite: 119
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belanglos. Dagegen Rnden wir diese Veiwechselung in dei' alexan-
diinischen Epoche auf den Aufschiiften mehrercf unteritalischer
Vasen:
Neapel 2871:
E!TTOS HO KA!AVMA.
Cat. Jatta Nr. 537, p. 1120, Tav. I (unter dem Fusse eingekratzt):
KANOAPASi.
Ehenda Ni. 812, p. 1122, Tav. I (untei dem Fusse eingekratzt):
!*!OTHPiRN
(wohl natürlicher rrorpptoy als ytotrpüoy zu lesen).
Eine ähnüche Veitauschung des kuizen mit dem langen Vo-
kale zeigt die Inschiift des aus Annento in Unteiitalien stammen-
den Goldkranzes im Münchner Antiquaiium (Chiist und Lauth,
Führer, p. 38, Nr. 619; Gerhard, ant. Bildw. Taf. 60; Baumeister
s. v. Kränze, p. 794, Abb. 858):
KPEiORN
iOSHOHK!
TOEiSTH
<{)ANON
(KpetJwtog hlpxc Toy OTeyuyo^). Ich halte es daher für nicht
unwahrscheinlich, auch in dem to der folgenden ))attischen:f Bei-
spiele den Einüuss italischei Sprechweise zu erblicken, welche
lange und kurze Vokale nicht mit der gleichen Piäcision wie die
attische Spiache geschieden zu haben scheint (vgl. auch Heyde-
mann zu Neapel 2871 u. 3125) :
1. AAKiMA+ns: KAAas
a) Mon. d. I. I, 9, 3 = Panofka, giiech. Eigenn. m. x<x/og
I, 6.
b) Tischbein, vases I, 37 = Millin, peint. grecques I, 9 -
Panofka a. a. O. I, 5.
2. AtnNY^a^
C. I. G. 7440 = Inghirami, vasi ütt. I, 65 = Cat. Pourtales,
Nr. 146 = Panofka, cab. Pourtales, pl. 27 = Millin, peint. de
vases II, 13 = Gal. myth. 57, 228 = Jahn, Vasenbilder p. 19,
Ni. 9 = F. Winter, jüngeie att. Vasen p. 70.
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