Arndt, Paul  
Studien zur Vasenkunde — Leipzig, 1887

Seite: 125
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AEMO(j)AON:
Hieron, Iilein, M.-8. p. 169, 15. Die hnlb dorisch-böotische, halb
attische Zwitteifoim (attisch AEMO^ON: doiisch AAMO({)ON,
I. &. A. 83, odei AAMO(()OON, a. a. O. 354; böotisch AAMO-
(()AON, vgl. a. a. O. 157: KA(j)HO({)AON) whide auch beiHie-
lon die Einwandeiung aus Böotien odei einei doiischen Stadt
nach Athen nahelegen.
Doiisch odei äolisch ist feinei auch die Endung K fui die
im Attischen (Cuitius, gi. Giannn. §. 115 f.) mit wenigen Aus-
nahmen, besonders einigen Eigennamen, sich nur nach e, c, o, <?,
un, Ti, /./, f, if, ^ und in den weiblichen Benennungen auf —cuya
gehalten hat. Auf Yasen finden wii sie dagegen auch nach an-
deien Buchstaben öfteis bewahit, z. B.:
München 331: .A^VKA (AcfAvza?).
Schöne, Museo Bocchi, tav. I: KAAAIOPA (Fiancoisvase):
KAHOPE.
Millingen, peint. de vas. gi., pl. 20:
KAhOPA .
Oveibeck, Her.-Gall. XXXII, 8 = Mon. d. I. I, 8; vgl. Bolte,
de monum. ad Odyss. peitin. p. 27:
HIME. OPA
Ob dei HtcANO^ dei Miinchnei Vase 331 mit Jahn ))in dei
alleidings nui aus lömischen Schiiftstellem bekannten Bedeutung
Quellspiudelft vgl. Einl. Anm. 816) odei vielmehi als doiisieiter
^lkENO^ zu fassen sei, lasse ich dahingestellt.
Ebenso lege ich nui geiinges Gewicht auf das mehjfache
Voikommen doiischei Elemente in Eigennamen, die dem gewöhn-
lichen Umgange angehöien, da wii auch auf attischen Steinin-
schriften häuhger deiaitigen Namen begegnen. Immeihin ist ihie
keineswegs geiinge Anzahl geeignet, im Zusammenhang mit den
andein von uns nachgewiesenen Doiismen die Veidachtgründe
zu verstäiken. Einige der anzuführenden Beispiele scheinen allei-
dings eineuter Piiifung bediiiftig zu sein.
AAMA:
1. Ann. d. J. 1865, tav. IK.
2. München 753 — C. I. G. 7759.
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