Arnold, Friedrich  
Über den Ohrknoten: eine anatomisch-physiologische Abhandlung — Heidelberg, 1828

Seite: 7
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Einleitung.

enn gleich das Gehörorgan anatomisch auf das Genauste unter-
sucht ist, und man nach den Bemühungen eines Fallopia, Eustach,
Valsalva, Cassebohm, Scarpa, Sömm erring und Anderer nicht erwar-
ten sollte, in und an ihm etwas Neues zu finden; so fühlen wir uns
doch durch die Analogie des Ohres mit dem Ange und durch gewis- -
se Erscheinungen, die wir an erst crem wahrnehmen, bestimmt, das
Vorhandenseyn von Anordnungen zu vermuthen, derm» Existenz durch
die früheren Nachforschungen noch nicht nachgewiesen worden.

Unter Andern ist es das Dunkle und wenig Klare1 in der Lehre
von den automatischen Bewegungen des Trommelfelles, das Unzurei-
chende unserer Erklärungen über die Art und Weise, wie heftig auf
den Hörnerven einwirkende Schallstrahlen dem Bewegungsapparat
des Trommelfells mitgetheilt werden, was uns schon längst hätte
zum Beweis dienen können, dass hier noch so manches späteren For-
schungen vorbehalten sey.


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