Arnold, Friedrich  
Die Physiologische Anstalt der Universität Heidelberg von 1853 bis 1858 — Heidelberg, 1858

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mente. — Universitätsmechanicus Desaga dahier lieferte für die
physiologische Anstalt drei Apparate über die Stimmbildung nach
/. Müller, einen Inductions-Apparat, ein Stereoscop. zwei 6?ro»e'sche
Elemente , einen Diffusionsapparat für Gase und zwei Diffusions-
apparate für Flüssigkeiten, die sowohl bei unmittelbarer Berührung
derselben, als auch bei der Trennung durch eine Membran zu qua-
litativen und quantitativen Versuchen gebraucht werden können.
Diese drei Diffusionsapparate. die ich in dem zweiten Kapitel
beschrieben habe, wurden in der Werkstätte des Herrn Di'saga
unter dessen Leitung zu meiner vollen Zufriedenheit hergestellt. —
Instrumentenmacher Goerk hieselbst besorgte für das physiologische
Cabinet den Apparat zum Auffangen der Galle, wie ich ihn neuer-
dings anwende, sowie mehrere Instrumente zum Durchschneiden
des Ouintus in der Schädelhöble und zur Trennung der Vaguskerne
nach Bernard. — Von Mechanicus Diehn in Frankfurt erhielt ich
einen Schlittenapparat nach Dulois- Reymond; von Geissler in
Bonn drei ausgezeichnete Thermometer; von Spil/ca in Prag einen
Augenspiegel nach Hasner; von Oechsner in Pforzheim zwei Gaso-
meter nach Delffs. — Die zu physiologischen Arbeiten nöthigen
chemischen Apparate und Gerätschaften, sowie mehrere chemische
Reagentien Hess ich mir von Noellner in Darmstadt kommen. —
Mehrere andere Instrumente, z.B. ein Optometer, ein Ophthalmoscop,
sind theils schon bestell!, theils hoffe ich sie mir in Bühle erwerben
zu können.

Die Beschreibung des hiesigen physiologischen Instrumentariums
und Laboratoriums, sowie den Bericht über die Versuche, welche
in lezterem zum Behufe der Vorlesungen über Experimentalphysio-
logie angestellt wurden, gebe ich aus zweifachem Grunde. — Erstens
nämlich will ich hiermit öffentlich Rechenschaft ablegen über die
Ausführung des mir gewordenen Auftrags, ein phy siologisches
Cabinet und Laboratorium an hiesiger Universität einzurichten.
Zweitens möchte ich durch den Bericht über die Versuche, die ich
während eines Cursus über Experimentalphysiologie mache, meine
Fachgenossen zu ähnlichen Berichterstattungen veranlassen, weil

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