Arnold, Friedrich  
Die Physiologische Anstalt der Universität Heidelberg von 1853 bis 1858 — Heidelberg, 1858

Seite: 8
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Beobachtungen benutzt werden. Obgleich beide Cabinete nur in
geringer Entfernung von dem Laboratorium sich befinden, so wäre
es doch zweckmässiger und bequemer, wenn sie mit dein Labora-
torium in unmittelbarer Verbindung stünden. — Wegen des Mangels
weiterer disponiblen Räumlichkeiten musste ich das gemeinsame
Laboratorium zugleich als Arbeitszimmer für mich verwenden, was
allerdings weniger angenehm und zweckmässig ist, als wenn noch
ein besonderes Arbeitszimmer vorhanden wäre.
Die physiologische Anstalt besteht mithin:

1) aus einem grösseren Saale, der zugleich als Instrumentarium,
als Laboratorium und als Arheitslocal für mich dient;

2) aus einem kleinen, mit dem vorigen in unmittelbarer Verbin-
dung stehenden Zimmer für diejenigen chemischen Arbeiten,
welche im Laboratorium in Rücksicht auf die Instrumente
nicht vorgenommen werden dürfen;

3) aus zwei kleinen Cabin'eten zum Aufenthalt von Thieren, an
denen beobachtet wird;

4) aus Stallungen für Hunde, Kaninchen und grössere Thiere
hinter dem Hauptgebäude im östlichen Theil des Gartens der
Anstalt;

5) aus zwei Bassins für Frösche in demselben Garten.

Der Saal für das physiologische Instrumentarium und Labora-
toriuni ist 9,54 Meter oder 31,8' bad. lang und G.3 Meter oder 21' bad.
breit , hat zwei Doppelfenster gegen Westen , ein Doppelfenster
gegen Norden und drei Thüren. Jedes Doppelfenster besitzt eine
Breite von 2,7 Meter. Von den Thüren führt eine zweiflügelige in
den vorderen, eine einflügelige in den hinteren Theil des Corridors
und die dritte ebenfalls einflügelige in's Zimmer für die chemischen
Arbeiten. In diesem Räume befinden sich:

1) ein grösserer und zwei kleinere Tische in der Mitte des Saals
zu grösseren und kleineren Experimenten;

2) drei Tische in den Fensternischen , jeder mit drei Schubladen,
zu mikroskopischen Demonstrationen und Hebungen;

3) ein kleiner Tisch in der Ecke zwischen der Thüre in das
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