Arnold, Friedrich  
Die Physiologische Anstalt der Universität Heidelberg von 1853 bis 1858 — Heidelberg, 1858

Seite: 25
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suche angestellt und mehrere nicht uninteressante Ergebnisse erhalten,
die ich in Kürze in dem vierten Kapitel dieser Schrift mittheilen
werde.

Ausser diesem Recipienten besitze ich noch einen anderen für
Versuche über die Fortdauer der Muskelreizbarkeit in indifferenten
Gasen, wie Wasserstoff. Stickstoff. Dieser zweite Recipient (Taf. II.
Fig. 2), welcher nach meiner Angabe in der Werkstätte des Herrn
Desaga dahier verfertigt wurde. unterscheidet sich von dem vorigen
nur darin, dass der messingene Deckel des Recipienten, welcher die
in Stopfbüchsen ruhenden Stifte trägt, eine Oeffnung in der Mitte
besitzt, in welche ein Eudiometer mit einer stählernen Fassung
und einem besonderen Hahnenstück eingeschraubt werden kann.
Die während der Dauer der Reizbarkeit der Muskeln sich bildenden
und in dem Recipienten ansammelnden Gase können mittelst des
Eudiometers aufgefangen und dann analysirt werden.

4) Diffusionsapparat für Gase.
Taf. III, Fig. 1 u. 2.

Graham *) stellte seine Versuche über die Diffusion der Gase,
wie bekannt, mit graduirten. an beiden Enden offenen Glasröhren
von 6 — 14 Zoll Länge und. V2 Zoll innerem Durchmesser an.
Das obere Ende wurde mit einem vollkommen trockenen in der Röhre
festsitzenden Gypspflock geschlossen, die Röhre mit einem Gas,
z. B. Wasserstoffgas, gefüllt und in eine Sperrflüssigkeit, Wasser
oder Quecksilber, so gehalten, dass das Niveau aussen und innen
sich stets gleich blieb. In deu Fällen, in denen er mit einer
etwas beträchtlicheren Gasmenge arbeiten wollte, bediente er sich
einer Glasröhre, welche etwa 0,4 Zoll vom oberen Ende kugel-
förmig erweitert Mar, im Uebrigen aber der eben angegebenen
Röhre glich. Nur bei einem Versuche, in dem er zwei abgeschlossene
Gase , Kohlenoxyd- und Stickgas. gegen einander diffundiren lassen

*) Poggendorff's Annalen der Physik und Chemie 1833. B. 2S, S. 331 ff.
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