Arnold, Friedrich  
Die Physiologische Anstalt der Universität Heidelberg von 1853 bis 1858 — Heidelberg, 1858

Seite: 27
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zwei geschlossene, in ihrer Menge ohngefähr entsprechende Gas-
volumina durch , eine poröse Scheidewand bis zur Ausgleichung
diffundiren und wenn der Druck der Gase auf beiden Seiten der
Scheidewand während des Vorgangs gleich gross erhalten oder
nach Belieben geändert werden kann.

Das Instrument. dessen ich mich seit mehreren Jahren zu den
Versuchen über die Diffusion verschiedener Gasen gegen einander
bediene, besteht erstens aus zwei durch ein stählernes, mit einem
Hahnen versehenes Zwischenstück verbundenen Eudiometern, und
zweitens aus zwei auf höher und niederer stellbaren Füssen ruhen-
den Buchsbaumbechern (Taf. HI, Fig. 1.)

Jedes Eudiometer fasst etwa 50 Ctm. Luft , ist an beiden Enden
offen und in seinem oberen Abschnitt so gebogen , wie es Fig. 1,
Taf. III zeigt. Das obere Ende ist luftdicht in die eine Hälfte des
metallenen Zwischenstücks eingekittet. — Letzteres (Taf. III, Fig 1)
zerfällt in zwei ungleiche Theile, von denen der grössere einen
Hahnen besitzt. Zwischen beide Theile wird die Membran, durch
die man die Diffusion erfolgen lassen will, eingeklemmt, Sie besitzen
zu diesem Behufe da, wo sie sich berühren, vorspringende Bänder
mit Schraubenöffnungen zum Einbringen von Schrauben, durch welche
die Membran, welche eingesetzt wird, fest an die einander zugewendeten
Flächen der beiden Hälften angepresst werden kann, sobald die
Schrauben angezogen werden. Von den beiden Theilen des metal-
lenen Zwischenstücks besitzt der grössere einen gut eingeschliffenen
Hahnen, dessen Bohrung im Durchmesser 10 Mm. hat. Es versteht
sich von selbst, dass nicht blos die Eudiometer in das metallene
Zwischenstück luftdicht eingekittet sein müssen, sondern dass auch
der Hahn vorzüglich gearbeitet sein muss, damit keine Gasent-
weichung stattfinden kann. Die einander zugekehrten Flächen der
beiden Theile des Zwischenstücks lassen sich, wenn man eine feuchte
Membran anwendet, luftdicht aneinander durch die Schrauben
schliessen. Nimmt man eine trockene Membran, so legt man ausser
dieser noch eine lederne Scheibe mit einer der Grösse der Hahnen-
bahrung entsprechenden Oeffnung dazwischen. Die beiden Eudio-
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