Arnold, Friedrich  
Die Physiologische Anstalt der Universität Heidelberg von 1853 bis 1858 — Heidelberg, 1858

Seite: 28
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meter mit dem metallenen Zwischenstück und dem Hahnen hat mir
Mechanicus Desaga dabier zu meiner vollen Zufriedenheit besorgt.
Das Instrument, das ich besitze, ist so gut gearbeitet, dass selbst
sehr leicht diflusible Gase, wie Wasserstoff, bei einem bedeutenden
Drucke oder einer beträchtlichen Tension, unter der sie Tage lang
sich befinden, nicht entweichen , wie ich mich bei mehrlachen Ver-
suchen überzeugte. Es versteht sich von selbst, dass man sich
vor dem Gebrauch des Instruments davon überzeugen muss, dass
es luftdicht schliesst.

Jeder Buchsbaumbecher hat eine Höhe von 26 Ctm. Der obere
becherförmige Theil besitzt im lichten Durchmesser 7 Ctm.; der
engere und längere Abschnitt des Bechers umschliesst einen Kanal
zur Versenkung der Eudiometerröhre von 21 Ctm. Länge und 3 Ctm.
im Durchmesser. Beide Becher ruhen auf 13 Ctm. hohen Füssen,
deren obere Fläche durch eine Scheibe gebildet wird, die an ihrer
unteren Seite eine 12 Ctm. lange Schraube besitzt , welche in einen
Schraubengang passt, der mitten durch den Fuss bis zum Boden
desselben reicht. Durch Drehung der Scheibe kann man den Becher,
der auf ihr ruht, nach Belieben höher oder niederer stellen, und
vermag dadurch den Druck aul beiden Seiten der Scheidewand
gleich gross zu erhalten. (Taf. III, Fig. 1.) Die Füsse sind in
einer dem Abstände der beiden Eudiometer entsprechenden Ent-
fernung auf einem Brette befestigt, welches in der Mitte ein Stativ
zum Tragen der Eudiometer bat. Dieses Stativ besteht erstens aus
einer runden eisernen Stange und zweitens aus einem zweiarmigen
Träger von Stahl, der in der Stange auf- und abwärts" geschoben
und in jeder Höhe durch eine Schraube festgestellt werden kann.
Die Arme sind rechtwinkelig gebogen und besitzen an ihrem Ende
mit Kork gefütterte, ringförmig gestaltete Klammern, welche durch
Schrauben geöffnet und geschlossen werden können, um die Eudio-
meter fest neben dem metallenen Zwischenstück zu fassen. Beide
können mitfeist des Trägers und Schiebers natürlich nur zugleich
mit einander höher und tiefer gestellt werden. (Taf III, Fig. 2.)

Um die Diffusionsverhältnisse zweier Gase gegen einander mit
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