Arnold, Friedrich  
Die Physiologische Anstalt der Universität Heidelberg von 1853 bis 1858 — Heidelberg, 1858

Seite: 46
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in Verbindung. In dem oberen Abschnitt des Kolbenrohrs befindet
sieb der Kolben, der durch einen Hebel gehoben wird;, in den
unteren Abschnitt dieses Rohrs ist ein messingenes Saugrohr mit
Klappenventilcn von unten eingeschoben und festgeschraubt. In das
unten offene Saugrohr passt eine kurze Messingröhre, wenn man
das Ende der elastischen Schläuche mit der Pumpe in Verbindung
setzen und ein geschlossenes Röhrensystem herstellen will. Das
Steigrohr besitzt an seinem unteren Ende gleichfalls Klappenven-
tile auf einer kurzen messingenen Röhre sitzend, die in das untere
Ende des Steigrohrs eingeschraubt wird; an seinem oberen Ende
ist es mit einem Deckel zum Abschrauben und mit einer Ausfluss-
röhre versehen, an die ein Kautschukschlauch befestigt wird Die
Pumpe wird in ein passendes Gefäss voll Wasser so gestellt, dass
man die kurze Messingröhre am Ende des Schlauchs bequem in
die Saugröhre einführen kann, wenn das Röhrensystem geschlossen
werden soll.

Die Kautschukschläuche werden je nach den Zwecken, die
man bei den Experimenten verfolgt, von verschiedener Weite, Länge,
Elasticität und Steifigkeit gewählt. Ich bediene mich zu meinen
Versuchen elastischer Schläucbe von 3, 5, 10 und 15 Mm. im
Durchmesser, von 30 bis 300 Ctm. in der Länge, von geringer und
mässiger Steifigkeit und verschiedener Dicke der AVandungen. Da
man gegenwärtig die Kautschukröhren von der verschiedensten Art
und Form erhalten und, je nachdem man sie zu den Versuchen geeignet
findet, auswählen kann, so muss ich ihnen entschieden den Vorzug
geben vor den Därmen . welche Volkmami geeigneter als Kautschuk-
schläuche zu den Untersuchungen über Wellenbewegung hält.

Zwischen die elastischen Schläuche werden die Wellenmesser
an bestimmten Punkten mittelst Tfönniger Röhren eingesetzt. Hierzu
lassen sich die Manometer des Kymatographion sehr zweckdien-
lich verwenden und mithin die erzeugten Wellen auch graphisch
darstellen. In das Ende des letzten Schlauchs wird eine Messing-
röhre von 14 Mm. innerem Durchmesser eingebunden, welche ent-
weder in ihrer ganzen Weite in das Wassergefäss, in dem
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