Arnold, Friedrich  
Die Physiologische Anstalt der Universität Heidelberg von 1853 bis 1858 — Heidelberg, 1858

Seite: 56
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/arnold1858/0064
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
56

c) Thierische Electricität.

Mittelst eines Multiplicators von 18Ü00 Windungen und der
Apparate von Duboi's-Rey?nojid, zum Theil auch mit dem strom-
prüfenden Frosclischenkel wurden nachgewiesen:

1) die Richtung, die Stärke und die Dauer der eiectrischen
Strömung am enthäuteten Gesammtfrosch, am galvanischen
Präparate, an den hinteren Gliedern mit dem Becken, an
einzelnen Gliedern und Gliederahtheilungen des Frosches;

2) die Abhängigkeit der Strömung von der Verbindung je zweier
Punkte der Länge des Frosches, und die Unabhängigkeit des
Stroms im Gesammtfrosch vom Hirn und Rückenmark, von
der Athmung und dem Blutlauf, sowie von der Berührung
ungleichartiger Theile, der Knochen, Muskeln, Nerven;

3) das Bedingtsein des Stroms durch bestimmte Gewebe und deren
Formbestaudtheile, namentlich die Muskeln und Nerven, da-
gegen nicht die Knochen;

4) die Erscheinungen und Gesetze des Muskelstroms am Muscu-
lus gastrocnemius und anderen Muskeln des Frosches und
zwar des Stroms zwischen Längs- und Querschnitten, natür-
lichen und künstlichen, gleich und verschieden beschaffenen
Schnitten (natürlichem Längs- und Querschnitt, künstlichem
Querschnitt und natürlichem Längsschnitt, zwei künstlichen
Querschnitt en, künstlichem und natürlichem Längsschnitt u. s. w.);

5) die electromotorische Wirkung des tetanisirten Muskels;

6) die Unwirksamkeit eines verwesenden Muskels;

7) die electromotorische Wirkung des Herzens, der Muskelhaut
des Magens, des Darms vom Frosch;

8) die Erscheinungen und Gesetze des Nervenstroms am Ischia-
dicus, Rückenmark, Gehirn, Rückenmark und Gehirn vom
Frosch mit natürlichen und künstlichen Längs- und Quer-
schnitten ;

9) der electrotonische Zustand der Nerven.
loading ...