Arnold, Friedrich  
Die Physiologische Anstalt der Universität Heidelberg von 1853 bis 1858 — Heidelberg, 1858

Seite: 81
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Beschaffenheit, wenn zwei gleiche nahe beisammenliegende
Bilder hei convergirender Augenstellung durch das Stereoscop
betrachtet werden;

50) über dieselbe Erscheinung ohne Stereoscop bei der nöthigen
Convergenzbewegung beider Augen;

51) über dieselbe Erscheinung. wenn man die Bilder im Stereoscop
mit gefärbten Gläsern deckt;

52) über consensuelle und antagonistische Irradiation verschiedener
Punkte einer Netzhaut und beider Netzhäute, durch im ver-
nickte Fixation eines schmalen Streifen weissen Papiers auf
farbigem Grunde oder einer grünen Fläche mit einer kleinen
weissen matten Mitte u. s. w. erläutert;

53) über die Wirkung der einzelnen Muskeln des Augapfels;

54) über den Horopter beider Augen und die entsprechende Stel-
lung der beiden Sehachsen;

55) über die NichtVereinigung der Eindrücke beider Nervenliäute
zu einer Mittelfarbe, wenn man einen Gegenstand durch ver-
schieden gefärbte Gläser, z. B. blau und gelb, mit beiden
Augen betrachtet;

56) über subjective Gesichtserscheinungen, in's Besondere über die
verschiedenen Mittel sie hervorzurufen.

f) Seelenleben.

Bei der Exposition der Verrichtungen des Rückenmarks und
Gehirns, der Rückenmarks- und Hirnnerven sowie des Sympathicus
wurde durch Versuche an Fröschen, an Tauben, an Kaninchen und
Hunden gezeigt:

1) dass Frösche, denen man am Hals- oder Rückentheil des
Rückgraths das Rückenmark quer durchschneidet, in den unter-
halb der verletzten Stelle gelegenen Theilen weder bewusste
Empfindungen, noch willkürliche Bewegungen besitzen;

2) dass die Vorderstränge des Rückenmarks centrifugal, die
Hinterstränge centripetal leiten;

3) dass nach der Durchsclineidung der einen Seitenhälfte des

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