Arnold, Friedrich  
Die Physiologische Anstalt der Universität Heidelberg von 1853 bis 1858 — Heidelberg, 1858

Seite: 112
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Stunden der
Quellung.

1. Stunde.

2. —

3. —

4. —

5. —

6. —
8. —

24. —

32. —

48. —

52. —

5(i. —

Quellungsg.

des Muskels Difl'erenz.
nach Proc.

36 %
46 %
50 %
54 %
56 %
54 %
52 %
40 %
36 %
32 %
31 %
30 %

in 1 St. 36 %

in 1 St. 10 %

in 1 St. 4 %

in 1 St. 4 %

in 1 St. 2 %

in 1 St. 2 %

in 1 St 1 %

in 1 St. V, %

in 1 St. '/a %

in 1 St. V4 %

in 1 St. V, %

in 1 St. % %

Ausschlag des
imbibirten
Muskels.

57°,5
75°
68"
65°
60°
55"
50"
20°
10"
7",5
eine Spur

Ausschlag des
nicht imbibirt.
Muskels.

55»

42 »,5

38"

35°

30°

30°

25»

10",5

6»,5
3",8
eine Spar

0 0

Der imbibirte Muskel lenkte die Nadel bis zum Verscbwinden
des electromotoriscben Vermögens in der Regel in den positiven Qua-
dranten ab. Der der Ouellung nicbt ausgesetzte Muskel dagegen
zeigte, wenn man ihn nach der 48. Stunde, zu einer Zeit in der
er die Nadel nur noch 2 — 3° nach der richtigen Richtung ablenkte, J/2
bis 2 Stunden quellen Hess, constant eine umgekehrte electromotorische
Wirkung in verstärktem Grade, indem die Nadel jetzt urn 5 — 7"
in den negativen Quadranten abgelenkt wurde. War die electro-
motorische Wirkung gänzlich verschwunden, so zeigte die Ouellung
des Muskels keinen Erfolg mehr. Die electriscben Gegensätze im
Muskel verschwanden nicht mit dem Eintritt der Starre, sondern
verminderten sich nur in auffallendem Grade; erst mit dem Auf-
hören der Starre und der beginnenden Zersetzung wurde der Mus-
kel stromlos.
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