Andreae, Bernard   [Hrsg.]; Matz, Friedrich [Hrsg.]; Andreae, Bernard   [Hrsg.]; Robert, Carl   [Hrsg.]
Die antiken Sarkophagreliefs (1,2): Die Sarkophage mit Darstellungen aus dem Menschenleben: Die römischen Jagdsarkophage — Berlin, 1980

Seite: 163
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r. Vorderlauf ihres Hundes. Der r. Arm des Jagdherm,
dessen Gesicht sehr bestoßen und verrieben ist. Das r.
Vorderbein seines Pferdes. Das Gesicht des Gestürzten.
Das Kinn des berittenen Treibers. Die 1. Vorderpranke
des angreifenden Löwen. Dessen 1. Hinterpranke mit Gips
ergänzt. Das Gesicht des gestürzten Löwen stark besto-
ßen. Das Wannenfragment ist zwischen Löwen und Jagd-
herrn von oben bis unten durchgebrochen.
Datierungsvorschlag: um die Mitte des 3.Jhs.

105. K.m.D.- Rom, Museo Capitolino, Cortile. Gefun-
den 1744 in den Katakomben von S. Sebastiano.
L 2.17 H 1.41,5; H des D. 0.36,5.

Taf. 107,7; I27>3; 128,6 (Inst.Neg. Rom 269; 35.1813;
Photo G. Fittschen-Badura). - Hier Anm. 537. S. ii2f.

Stuart Jones, Mus. Cap. 23 Nr. 18 Taf. 1. - Rodenwaldt (1921/22)
62 Anm. 2,64 Beil 2b. - Heibig4 II Nr. 1191. — Brennecke (1970)
168. 170. 178. 251 Kat. Nr. 274. 254 Kat. Nr. 288.

Auf dem hier allein wiedergegebenen Deckel eines Riefel-
sarkophags mit den Gestalten von Mann und Frau vor
einem Parapetasma an den Kanten ist 1. eine Eberjagd
zu Pferd und r. eine Hirschtreibjagd mit Netz dargestellt.
Der Deckel war in der Mitte durchgebrochen, ist aber
vollständig zusammengefügt.
Datierungsvorschlag: 320-330.

ioö. D. auf unvollendetem hochzeitssarkophag -

Rom, Museo Nazionale, Aula VI Inv. 124712.

L 2.40 H 0.39; H des K. 0.78.

Taf. 51,3 (Inst.Neg. Rom 64.844). - Hier S. 79.

S. Aurigemma, Le terme di Diocleziano e il Museo Nazionale Romano
(1963) 43 Nr. 98. - F. Matz, MM 9, 1968, 308 Taf. 112.- Himmelmann
(1973) 8. 10 Anm. 64 Taf. 8.

Auf dem unvollendeten, mit dem Spitzmeißel skizzierten
Deckel 1. Eberjagd zu Pferd, r. Heimführung der Jagd-
beute mit Plaustrum.

Datierungsvorschlag: Mitte 3.Jh. (Matz), Anfang 3.Jh.
(Verf.).

107. K. - Rom, Museo Nazionale 713.
L 1.30 H 0.33 B 0.40.

Taf. 75,5 (Inst.Neg. Rom 36.360). — Hier Anm. 450. S. 97.
Anm. 472. S. i04f.

Matz-Duhn II Nr. 2997. - R. Paribeni, Le Terme di Diocleziano e
il Museo Nazionale Romano 2 (1932) 156 Nr. 382. - S. Aurigemma,
Le Terme di Diocleziano e il Museo Nazionale Romano (1950)
Nr. 353. - Ders.3 Nr. 405. - Heibig4 III Nr. 2390. - Koch (1974)
623. - H. Brandenburg, Jdl 39, 1978, 318 Anm. 81.

Kindersarkophag mit der Darstellung einer Jagd auf einen
Bären 1., einen Löwen in der Mitte und einen Panther
r. Auf den Nss. je ein geflügelter Greif, der eine Vorder-
pranke auf einen Widderkopf legt. Der Kindersarkophag
ist lange Zeit auf dem Palatin als Wassertrog benutzt wor-
den, wie das Spundloch 1. unten zeigt. Daher ist das Relief
stark abgerieben, so daß eine stilistische Beurteilung
schwierig ist. Die oben S. 104f. näher begründete Datie-

rung ins späte 3.Jh. ist zwar wahrscheinlich, aber nicht
sicher zu beweisen.

DatierungsVorschlag: letztes Viertel 3.Jh. (?).

108. 3 Frgte. - Rom, Museo Nazionale Romano Inv.
23 1009.

1. Frgt.: L0.28 H 0.37,5; 2. Frgt.: L 0.42 H 0.38,5; 3.
Frgt. z.Zt. nicht auffindbar.

Taf. 92,3-5; 126,3 (Inst.Neg. Rom 36.262, 263, 263). -
Hier Anm. 527. S. 113. 116. 1 20.

G. Koch, AA 1975, 530 Abb. 2.

Fragmente eines Treibjagdsarkophags, der wahrscheinlich
einem ähnlichen Kompositionsschema folgte wie der Sar-
kophag in Pisa (Kat. 71, Taf. 92,6). Jedenfalls war eine
Eberjagd zu Pferd mit einer Hirschjagd verbunden. Vom
Pferd des Jagdherrn scheint das Fragment (Taf. 92,3) zu
stammen. Über dem Kamm des Ebers (Taf. 92,4) erkennt
man den Rest vom Körper eines Hundes, dahinter das
Knie eines reitenden Jägers. Im Frgt. (Taf. 92,5) sind die
Reste zweier Jäger und die Vorderbeine vom Pferd des
Jagdherrn über dem zusammenbrechenden, von zwei
Hunden angefallenen Hirsch erhalten.
Datierungsvorschlag: gegen 300.

109. K. (W.) Frgte. - Rom, Museo Nazionale Romano,

ChIOSTRO GRANDE.

L 0.5 2 H 0.24.

Taf. 84,10.11 (Inst.Neg.Rom 63. 866, 867). Hier
S. 107.

Fragment von der unteren 1. abgerundeten Seite eines wan-
nenförmigen Kindersarkophages: Fuß und Teil vom Ge-
wand eines Jägers. Panther reißt einen nach vorn nieder-
brechenden Gnager auf felsigem Terrain, davor ausschrei-
tender Jäger und zusammenbrechender Hirsch.
Datierungsvorschlag: letztes Viertel 3.Jh.

110. Vs. - Rom, Museo del Palazzo dei Conservatori
887, ehem. Rom, Palazzo Valle Capranica.

L 2.05 H 0.57.

Taf. 37,4 (Inst.Neg.Rom 68.3422).- Hier Anm. 166. S. 51.

Dal Pozzo, Museo Cartaceo X 5 5. - A. Michaelis, Jdl 6, 1891 Nr. 234.
119. - Stuart Jones, Pal. Cons. 77, 1 a Taf. 26. - Heibig4 II Nr. 1477.
- Vermeule (1966) 65 Fol. 55 Nr. 8048. - Egger-Mundt (1976) 185ff.
276 AJ/i 5 Abb. 240.

Tierhatzsarkophag mit besonders deutlichen Einflüssen
der Venationes im Amphitheater.
Datierungsvorschlag: gegen 280.

ni. D. Frgte. (unvollendet) - Rom, Museo del Palazzo
dei Conservatori.

I. Frgt.: L 1.09 H 0.41,5; r. Frgt.: L 0.83 H 0.40.
Taf. 51,4.5 (Inst.Neg. Rom 3 5.1811, 181 2). - Hier S. 79.

O. Marucchi, BullCom 57, 1930, 285f. Nr. 10 Abb. ;. - Deichmann-
Bovini-Brandenburg (1967) 348 Nr. 83oa-b Taf. 134.

L. Hälfte eines D. mit Akroter in Form eines Kriegerkopfs

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