Robert, Carl [Hrsg.]; Matz, Friedrich [Hrsg.]; Andreae, Bernard [Hrsg.]; Robert, Carl [Hrsg.]
Die antiken Sarkophagreliefs (3,3): Einzelmythen: Niobiden - Triptolemos ungedeutet — Berlin, 1919

Seite: 461
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TAFEL CXIX —CXXI 360—363

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S. 469f.) Nr. 10; Förster a. a. O. S. 153 Nr. 12; Overbeck a. a. O.
S. 609 Nr. 9; Matz und von Duhn Antike Bildwerke in Rom II 1881

363} S. Rom, Pal. Rospigliosi, an der Außenwand
des Kasinos mit den Schmalseiten zu beiden Seiten ein-

S. 320 Nr. 3066. - 362a Zoega App. Fol. i79 Nr. 4. Fol. 454 Nr. 5 ; gernauert. Fig. 363. Fig. 363a. Fig. 363b. L. 2,20.

massi Indicazione antiquarta 1792 47 nr. 4; welcker a. a. O. S. 48 f.

Nr. 15 ; Pistolesi a. a. O. p. 39 ss.; Gerhard und Platner Beschrei-
bung der Stadt Rom II 2, 1834, S. 183 Nr. 61; Gerhard a.a.O. S.396
(Ges. Abh. II S. 467) Nr. 3; Förster a.a.O. S. 153!. Nr. 13; Over-
beck a. a. O. S.609 Nr. 10; robert Westdeutsche Zeitschrift für Ge-
schichte und Kunst IV 1885 S. 278; Amelung a. a. O. S. 417 Nr. 252.

An jeder Ecke der Platte Fig. 362. Fig. 362 a eine ge-
flügelte Höre mit einer Girlande in den Händen. In der
ersten Szene Ceres auf ihrem Schlangenwagen wie auf 361,

H. 1. 0,53, r. 0,57. T. 1. 0.48, r. 0,55. Rh. d. Vorders. 0,10.
Zeichnung von Eichler 1885.

Zuerst bei „dal Pozzo" XVIII (2. Hälfte des Cinquecento) nach-
weisbar. Vermutlich schon bei Erbauung des Palastes durch SciPiONE
BoRGHESE 1607 hier eingemauert; ehe er in den Besitz der Rospigliosi
überging, gehörte der Palast zeitweilig den Altemps, dann den Benti-
vogli, darauf den Mazzarini. „In fronte positum pulcherrimae por-
ticus hortorum Quirinalium Ducis ab Altaems" Hier. Aleander jun.
1616. „In aedibus Mazzarinis" Perrier 1645, Bartoli 1693.

362'

nur in majestätischerer Haltung. Zoega notiert, daß zwi-
schen den Windungen der vorderen Schlange die mit einem
Löwenkopf geschmückte Nabe des Rades zum Vorschein
kommt, wie auf 363. 364. 373. 374. 376. Sowohl der Ste-
cher der Galleria Giustiniani als Eichler haben dies Detail
übersehen. Die Fackel der Ceres läuft oben in einen Blüten-
kelch aus, aus dem nur eine kleine Stichflamme zum Vor-
schein kommt. Hinter den Schlangen wird die geflügelte
Caligo sichtbar, die, vor der Göttin hereilend, mit beiden
Händen einen bogenförmig flatternden Mantel vor sich hält
(s. oben S. 452).

In der zweiten Szene Pluto mit Proserpina auf sei-
nem in die Erde versinkenden Gespanne wie auf 359—361.
M er cur mit Flügeln am Kopfe hält die Zügel des einen
Pferdes, ohne jedoch mit zu versinken. Am Wagenkasten
ist ein laufendes Tier, wie es scheint ein Löwe, angebracht.
Der Amor über den Pferden ist weggelassen. Die bis zu
den Hüften aus dem Erdboden mit dem Ausdruck des
Schreckens auftauchende Frau, deren Oberkörper bis auf
ein von der linken Schulter zur rechten Hüfte laufendes
Gewandstück entblößt ist, wird eher Hecate als Tellus zu
benennen sein, s. oben S. 452. Minerva, die Okeanide
und Venus wie auf 359. 361; nur klammert sich die Okeanide
hier ängstlich an den Arm der Venus an. Vor Minerva und
vor Venus liegt ein umgestürzter Blumenkorb am Boden.
Zwischen Minerva und der Okeanide wird eine Zypresse
sichtbar. Diana fehlt.

Aus der Mitte des zweiten Jahrhunderts.

Alte Zeichnung: „dal Pozzo" XVIII 96 (89).

Alter Stich: Bernardino capitelli mit der Unterschrift:

„Illwo Dno Meo Obscrvabili Francisco Piccolominio: Te sane decebai
III. Francisce huius raptatae Dionae tutela, quam ex aede Bentivoli
Qitirinali rapuit stilus."

Abbildungen: Perrier Icones et segmenta illustrium e marmorc
tabularum quae adhuc Romae extant 1645 tab. 15. 16. Danach Bartoli
Admiranda Romanarum antiquitatum 1693 tab. 53. 54 (danach mont-
faucon Vantiquite expliquee et representee en figures I 1, 1722, pl. 39;
nach diesem MlLLlN Galerie mythologique 1811 \ pl. LXXXVII, 341;
creuzer Symbolik 1811 IV 2 Taf.III Nr. 8; Guigniaut Religion de
Vantiquite pl. 147 n. 553; müller-WlESELER Denkmäler der alten
Kunst II Taf. 9 Nr. 108; und die rechte Schmalseite, Hirt Bilderbuch
für Mythologie 1816 IX 6. Die Tellus allein barbault Les plus beaux
Monuments de Rome ancienne 1761 p.$). — Annali dell Institut0 XLV
1873 tav. d'agg. E. f II (Zeichnung von Schulz 1861). — Overbeck
a. a. O. Atlas XVII 3 (nach Photographie).

Literatur: Hieronymus Aleander jun. Tabulae Heliacae ex-
plicatio 1616 p. 132 ss. (Graevtus Thesaurus Ant. rom. V p. 761);
Bellori bei Perrier a. a.O. und bei Bartoli a. a. O.; Montfaucon
a. a. O. /. 78 s.; Monumenta Matthaeiana 1779 III p. 14; BoTTARI e
Foggini Museo Capitolvw IV 1782 p. 257; Zoega App. Fol. 108;
E.q.visconti Museo Pio-Clementino V 1796 8 n. a; MlLLlN a.a.O.
p.%<3s.\ Creuzer a.a.O. S. 463; Guigniaut a.a.O ^.227; Welcker
a. a. O. S. 33 f. Nr. 8. S. 61 f. Nr. 28; HlRT a. a. 0. S. 74; PLATNER
Beschreibung der Stadt Rom III 2, 1838, S.400; MÜLLER-WlESELER
a. a.O. S.43ff.; brunn Rhein.Mus. IV 1846 S.473 (= Kleine SchriftenI
S. 15); Gerhard a. a. O. S. 399 f. (Ges. Abh. II S. 472) Nr. 15. S. 401
(Ges. Abh. II S.474) Nr.20; förster Ann. d. Inst. XLV 1873 p. 8oss.\
Ders. Der Raub und die Rückkehr der Persephone S. 142 Nr. 3.

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