Rudolf Bangel <Frankfurt, Main> [Hrsg.]
Künstler. Nachlass Eduard Josef Müller: moderne Gemälde, Möbel, Textilien, Edelmetalle, Bronzen, Keramik, Glas, Waffensammlung, Miniaturen, Graphik, Bücher aus versch. Besitz ; [Versteigerung: 19. bis 22. Dez. 1922] (Katalog 1038) — Frankfurt a. M., 1922

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Im 7- Novemßer 1922 scßfoß Ecf. Jos. Muffer
seine Augen zur ewigen Ruße> ein waßrer Künstler ßat
mit ißm sein Leßen ßeencfet. Geßoren wurde er am
lf. März 1851 zu Effenßausen in Nassau. Seine erste
ßerufficße Ausßifdung empfing er auf dem Seminar zu
Montaßaur, docß seßen wir ißn ßafd auf der Kunst-
afademie zu Düsseldorf, da seine Natur nacß ßünst-
feriscßer Weiterßifdung drängte. Eranßfurt a. M. wurde
seine zweite Heimat. Ein großer Kreis von Scßüferinnen
der Efisaßetßenscßufe und des Leßrerinnenseminars
saßen afs Lernende zu seinen Eüßen. Lind danßßar
erinnerten sicß früßere Scßüferinnen', jetzt sefßst im
Sifßerßaar, seiner an seinem 70. Geßurtstag.

Aßer sein rastfos scßafifender Geist ßearßeitete nicßt
nur das Geßiet der Kunst, nein aucß der Kommunal'-
Po fit iß wandte er sicß zu. Im Jaßre 19 ol trat er afs
Vertreter der Zentrumspartei in das ßiesige Stadtpar*
fament ein, und ßatte ‘so in seiner temparamentvoffen,
aufrecßten Art seine Kräfte aucß in den Dienst seiner
Mitßürger gestefft.

ln allen Leßensfagen ßfieß er stets der ßescßeidene,
sefßstfose Menscß, der das eigne Icß stets ßint er die Sacße
steifte. Heitere, treue Ereunde, Gottes freie Natur und
die Maferei waren seine ßöcßsten Wünscße. In diesem
Raßmen war er von einer Leßensßejaßung, daß man fast
gfaußen ßonnte, die 7° Jaßre seien spurlos an seiner
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