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Urk. Barth 248

Urkunde

[Heidelberg?], 1609 Februar 26

Der Heidelberger Bürger Jakob Lützel und seine Ehefrau Agnesa beurkunden, dass sie von der Universität Heidelberg 200 Gulden Heidelberger Währung, den Gulden zu 26 Albus gerechnet, erhalten haben. Dafür müssen sie jährlich an Fastnacht oder innerhalb von zwei Wochen danach 10 Gulden Zinsen zahlen. Als Sicherheit setzen sie ihr Haus in der Klingen, gelegen zwischen dem Haus des Adam Kremer und dem das Hans Lützel, sowie 5 Viertel Weinberg in der zuvor genannten Klinge, gelegen zwischen dem des Philipp Jakob von Affenstein, des kurfürstlichen Untermarschalls, und dem des Reichenspitals, ein. Darauf liegen bereits folgende Zinslasten: 7½ Schilling Heller an das Heiliggeiststift. Darüber hinaus liegen keine weiteren Belastungen mehr auf den Sicherheiten. Sollten dennoch weitere Zinslasten auftreten, die zum Zeitpunkt der Urkundenausfertigung unbekannt waren, so werden diese durch die Eheleute ohne Schaden für die Universität abgelöst. Jene verpflichten sich, den Besitz in einem guten Zustand zu halten, damit er keine Wertminderung erfahre und stets als ausreichendes Pfand dienen könne. Sollten die Eheleute oder ihre Erben den Zins schuldig bleiben, so tritt der Darlehnsgeber in ihre Rechte ein und darf das Haus und den Weinberg nutzen, bis der fehlende Betrag ausgeglichen ist. Zahlen aber die Eheleute oder deren Erben den geliehenen Betrag zusammen mit dem (eventuell noch ausstehenden) Jahreszins zurück, was sie jeder Zeit tun können, so erhalten sie das Haus mit dem Weinberg wieder, die Urkunde verliert mit ihren Bestimmungen ihre Gültigkeit und alle Forderungen seitens des Darlehnsgebers sind damit erledigt. Ankündigung des Stadtsiegels, das auf Bitten der Eheleute von den Bürgermeistern Ezechias Fettich und Jakob Buchsenstain angehängt worden ist, ohne dass daraus Forderungen an die Stadt abgeleitet werden können.

Zitierlink: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/barth248   i
URN: urn:nbn:de:bsz:16-diglit-121419   i
Metadaten: METS
IIIF Manifest: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/iiif/barth248/manifest.json

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