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Urk. Barth 255

Urkunde

[Heidelberg], 1615 Februar 21

Katharina Leuerzapf, die Witwe des Heidelberger Bürgers und Schneiders Sebastian Leuerzapf, beurkundet, dass sie von den Almosenpflegern (Johann Wolf Maiß, Valentin Steinmetz, Adolph in der Schmitten, Franz Steinach [?], Hans Lang, Georg Eschenbrenner, Johann Wilhelm und Hans Hornig) 13 Gulden, den Gulden zu 26 Albus gerechnet, erhalten habe. Dafür muss sie jährlich an Fastnacht bzw. innerhalb von einer Woche davor oder danach 16 Albus und 7 Pfennig Zinsen zahlen. Als Sicherheit setzt sie ihr Haus in der Fischergasse ein, das zwischen dem Haus des Friedrich Klotz und dem das Hans Siegille (?) Bender gelegen ist. Es ist bereits mit folgenden Zinslasten belegt: 6 Albus und 6 Pfennig für das Heiliggeiststift, 1 Pfennig vff die Stegen, den Jahreszins von 5 Gulden für ein Darlehen über 100 Gulden, der an Weihnachten an das Ratsmitglied Christian Dietmer sowie Endres Gutenberger, den alten Zahlmeister, und Georg Weinkraus (?) in Heidelberg gezahlt werden muss, 7 Gulden für ein Darlehen über 140 Gulden, die am Jakobitag (25. Juli) an das Kloster Neuburg zu zahlen sind, sowie 2 Gulden für ein Darlehen über 40 Gulden, die am Gallustag (16. Oktober) an Peter Dürr, Schneider und Pförtner des Unteren Tors in Heidelberg, zu zahlen sind. Darüber hinaus liegen keine weiteren Belastungen mehr auf dem Anwesen. Sollten dennoch weitere Zinslasten auftreten, die zum Zeitpunkt der Urkundenausfertigung unbekannt waren, so werden diese durch Katharina oder ihre Erben ohne Schaden für die Almosenpfleger abgelöst. Sollten Katharina oder ihre Erben den Zins schuldig bleiben, so treten die Darlehensgeber in ihre Rechte ein und dürfen das Haus nutzen, bis der fehlende Betrag ausgeglichen ist. Zahlen aber die Witwe oder deren Erben den geliehenen Betrag zusammen mit dem (eventuell noch ausstehenden) Jahreszins zurück, so erhalten sie das Haus wieder, die Urkunde verliert mit ihren Bestimmungen ihre Gültigkeit und alle Forderungen seitens der Darlehensgeber sind damit erledigt. Ankündigung des Stadtsiegels, das auf Bitten der Katharina Leuerzapf von den Bürgermeistern Johann Hornich (?, identisch mit dem oben genannten Almosenpfleger Hans Hornig [?]) und Johann Adelmann angehängt worden ist, ohne dass daraus Forderungen an die Stadt abgeleitet werden können.

Zitierlink: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/barth255   i
URN: urn:nbn:de:bsz:16-diglit-121508   i
Metadaten: METS
IIIF Manifest: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/iiif/barth255/manifest.json

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