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Urk. Barth 259

Urkunde

[Heidelberg], 1618 August 24

Der Heidelberger Bürger und Bader Nikolaus Sommer und seine Ehefrau Christina beurkunden, dass sie von den Almosenpflegern (Hiob Be[r]ger, Matthes Haller, Georg Sanderat, Hans Konrad Keck, Hans Kullmann, Hans Jakob Drencker, Hans Wilhelm Dürr und Jost Kantenwein) 50 Gulden erhalten haben. Dafür müssen sie jährlich am Bartholomäustag (24. August) oder innerhalb von einer Woche danach 2½ Gulden Zinsen zahlen. Als Sicherheit setzen sie ihr Haus in der Mittelbadgasse ein, gelegen zwischen der Stadtmauer und dem Haus des Müllerknappen Hans Hornig. Das Anwesen ist bereits mit folgenden Zinslasten belegt: 1 Heller vf die Stegen, 10 Schilling Pfennig für die Ratsbruderschaft, 10 Schilling Pfennig für die Marienbruderschaft, 15 Schilling Heller für die Augustiner, 15 Schilling Heller für das Kloster Neuburg, 2 Gulden 3 Albus und 4 Pfennig für die Bäckerbruderschaft, 2 Gulden 3 Albus und 4 Pfennig für die Präsenz der Peterskirche, 1 Gulden für Hans Ziegler (?) und 2 Gulden 3 Albus und 4 Pfennig für Hans Bomer, die allesamt nicht abgelöst werden können, sowie die ablösbaren Zinsen: 3½ Gulden für die Allmosenpfleger und 2½ Gulden für das Siechenhaus in der Au. Darüber hinaus liegen keine weiteren Belastungen mehr auf dem Haus. Sollten dennoch weitere Zinslasten auftreten, die zum Zeitpunkt der Urkundenausfertigung unbekannt waren, so werden diese durch die Eheleute ohne Schaden für die Almosenpfleger abgelöst. Sollten die Eheleute oder ihre Erben den Zins schuldig bleiben, so treten die Darlehensgeber in ihre Rechte ein und dürfen das Haus nutzen, bis der fehlende Betrag ausgeglichen ist. Zahlen aber die Eheleute oder deren Erben den geliehenen Betrag zusammen mit dem (eventuell noch ausstehenden) Jahreszins zurück, so erhalten sie das Haus wieder, die Urkunde verliert mit ihren Bestimmungen ihre Gültigkeit und alle Forderungen seitens der Darlehensgeber sind damit erledigt. Ankündigung des Stadtsiegels, das auf Bitten der beiden Parteien angehängt worden ist, ohne dass daraus Forderungen an die Stadt abgeleitet werden können.

Zitierlink: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/barth259   i
URN: urn:nbn:de:bsz:16-diglit-121600   i
Metadaten: METS
IIIF Manifest: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/iiif/barth259/manifest.json

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