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Urk. Batt 4

Urkunde

1489 Oktober 20

Der Wachenheimer Bürger Hensel Mengas und seine Ehefrau Getze beurkunden, dass sie von den Kirchengeschworenen in Friedelsheim 10 Gulden erhalten haben. Dafür müssen sie jährlich am Martinstag ½ Gulden Heugeld als Zins entrichten. Als Sicherheit verschreiben sie fünf Viertel Weinberg in der Lettengrube. Sie verpflichten sich, den Weinberg in gutem Zustand zu halten, damit er nicht an Wert verliert und stets als ausreichendes Pfand dienen kann. Die Eheleute bestätigen, dass der Weinberg außer einem Zins von einem halben Pfund Wachs ohne weitere Belastungen ist und in keinem weiteren Fall als Unterpfand diene. Sollten die Darlehensnehmer die Zinszahlung schuldig bleiben, so treten die Kirchengeschworenen bzw. deren Nachfolger in ihre Rechte ein und können den Weinberg so lange nutzen, bis der ausstehende Zins ausgeglichen ist. Der Rückkauf wird vereinbart. Sobald die Eheleute oder ihre Erben die 10 Gulden Kapital und eventuell noch ausstehende Zinsen bezahlt haben, fällt der Weinberg an sie zurück; die Urkunde verliert ihre Gültigkeit, so dass die Darlehensgeber in dieser Sache keine weiteren Ansprüche mehr haben. Die Darlehensnehmer bitten Bürgermeister und Rat der Stadt Wachenheim, ihr Siegel an die Urkunde zu hängen. Bürgermeister und Rat hängen das Gemeindesiegel an, ohne dass daraus Forderungen an den Ort Wachenheim abgeleitet werden können, und bestätigen damit gleichzeitig, dass das von den Eheleuten Mengas angegebene Unterpfand in seinem Gegenwert groß genug ist, um eventuell säumige Zinsen zu erbringen.

Zitierlink: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/batt4   i
URN: urn:nbn:de:bsz:16-diglit-148312   i
Metadaten: METS
IIIF Manifest: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/iiif/batt4/manifest.json

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