Frickenhaus, August  
Programm zum Winckelmannsfeste der Archäologischen Gesellschaft zu Berlin (Band 72): Lenäenvasen — Berlin, 1912

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erstarrt, aber doch noch als zur Vorderseite gehörig angesehen; sie bietet zwei Frauen, von
denen die eine eine Fackel hält. Das ist ein neues Motiv, das wir aber noch mehrfach finden
werden.

Nr. 24. (Louvre G 409.)

Den beginnenden Stilwechsel läßt Nr. 24 (Abb. S. 12) deutlicher erkennen; oder richtiger
gesagt: dieser Stamnos zeigt, wie ein Meister der vorhergehenden Generation durch ihn

Nr. 26. (London E 462.)

Nr. 27. (Louvre G 407.)

beeinflußt wird. Wenn man Nr. 22 vergleicht, so sieht man, wie die starren, parallelen Chiton-
falten sich zu lockern und zu fließen beginnen; aber der Unterschied ist noch recht äußer-
lich und geringfügig. Die sitzende Frau, die mit jeder Hand eine (weißgemalte) Blume
emporhebt und über der ein Alabastron und noch etwas gemalt ist, erinnert uns an den Stuhl
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