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Deutscher Wille: des Kunstwarts — 29,3.1916

Seite: 129
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W

Amerika

enn dieses Heft vor den Lesern liegt, wird die Antwort der deutschen
»Regierung auf Wilsons Note bekannt sein. So wäre es sinnlos,
jetzt noch ausführliche Betrachtungen darüber anzustellen, wie wir
sie wünschten. Aber deshalb brauchen wir zu diesen Tagen nicht ganz
zu schweigen, die vielleicht die wichtigsten des Weltkrieges sind.

Das Tun und Lassen der Vereinigten Staaten gegen uns hat jedem
Menschen, der sich als Deutscher sühlt, seit Kriegsbeginn soviel in sich zu
verhalten gegeben, datz ihm schon lange die Faust in der Tasche zuckt:
es gehört der seste Wille des an Selbstbeherrschung Gewöhnten dazu, daß
sie ihm noch nicht heraussährt. Da uns aber nicht unsre Stimmungen zu
regieren haben, sondern unsre Lrkenntnisse, so zwingen wir uns zur Ge-
lassenheit auch jetzt. Nur der Willensschwache gibt den Reizen von draußen
und den Trieben von innen haltlos nach, und meint wohl noch, das zeuge
von Kraft — der Willensstarke bezwingt sie um seines Zieles willen.
Wir werden uns hüten, tzerrn Wilsons Zwecken durch ein Eingehen aus
seinen Plan zu dienen. Wir werden trotz seiner Reizungen kühl und
kalt prüfen, was das deutsche Interesse verlangt.

T

^s verlangt Klarheit über die Tatsachen. Zunächst: über die,
^von welchen man in den Noten spricht. Was geschah mit der „Sussex",
und wie steht's mit den amerikanischen Behauptungen über unsre Seekrieg--

2. Maiheft 1916 (XXIX, 16)

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