Der Eisenbahn-Aufmarsch zum deutsch-französischen Kriege 1870/71 (Text): Monographie — Berlin, 1897

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Anhang 2.

Darstellung

der

Betriebsverhältmsse nack Ablauf der Aufmarsch - Transporte
auf den Endftrecken im Ausmarschgebiet.

llnmittelbar nach der Schlacht bei Spicheren war man bemüht, den
Betrieb über die Landesgrenze hinaus vorzuführen, wie bereits aus dem
mitgetheilten Dcpeschenwechsel Seite 68 hervorgeht,

Das technische Mitglied der Erekutiv-Kvmmission besichtigte persönlich
die Strecke und telegraphirte über den Befnnd:

St, Avold, 10. August 1870.

Oberstlieutenant von Brandenstein

Saarbrücken.

Telegraphische Verbindung mit St, Avold hergestellt, Bahnstrecke bis
dahin betriebsfähig, Eisenbahn-Direktion veranlaßt, Betrieb einzurichten.

I. Aetrieös-
Merhättnilse
auf der
Htyeiu-Waye-
Bayn und aut
ihrer Der-
längerung
über die
Landesgrenze
in Wichtung
anf Metz.

Kinel.

Zufolge dieser Anweisung wurde bereits am 11. August für die
Strecken vorwärts Saarbrücken eine neue Betriebs-Inspektion unter
Eisenbahnbaumeister Ulrich eiugesetzt. In der bezüglichen Auwcisung hieß
es, daß ihm die Geschäfte als Eisenbahnbau- und Betriebs-Inspektor für
die Strecke von Saarbrücken bis Forbach uud von dort auf sämmtlichen
bereits in Besitz geuommenen und ferncrhin etwa uoch zu ergreifenden
französischen Strccken, einschließlich derjenigen Beuingen-Saargemünd,
übertragen waren.

Insbesondere wird es Ihrc erste Aufgabe seiu, den Zustand
der Bahn von Bcningen nach Saargemünd zu untersuchen und,
sobald solche betriebsfähig ist, in Beningen permanent einen Zug
bereit zu halten, um etwaigen Reguisitionen der Haupt-Quartiere
zu St. Avold resp. Saargcmüud Folge geben zn könncn.
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